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Sophie - Luise Passow. Foto: Pedro Tinoco
Sophie – Luise Passow. Foto: Pedro Tinoco

Ihr Schaffen zeichnet sich durch ein Wechselspiel aus Bewusstem und Unbewussten aus. In den „Malereien“ lotet sie durch ein expressives „Wischen“ mit der Hand malerisch – flächig Grenzen aus. Es sind repetitive Muster zu sehen, die sie als Kürzel oder Symbole eines kollektiven visuellen Gedächtnisses versteht. Durch Verstreichen – Verstricken – Verweben von Zeichen stellt Sophie – Luise Passow bildnerische Verbindungen her, die eine geschichtliche sowie geografische Relevanz aufzeigen wollen.

Wie bist Du zur Kunst gekommen? Warum Kunst?
Ich war tatsächlich mein Leben lang schon bewusst mit Kunst konfrontiert weil meine Familie teilt ein großes Verständnis und Wissen dafür. Als kleines Kind jedoch hab ich mich komplett dagegen aufgelehnt. Kunst in Kirchen oder Ausstellungen war nicht meins. Ich kann mich erinnern wie meine Familie und ich nach Ravenna reisten. Wahrscheinlich war ich so 4/5 Jahre alt. Da war ein Taubenmosaik an das ich mich bis heute erinnere. Dann begann ich mit 6 Jahren Raben mit Wasserfarben zu malen und veranstaltete Shows für meine Familie. Meine Großmutter hat mir immer ein paar Bilder abgekauft. Rasant bin ich dann mit 14 Jahren sehr tief gefallen. Ich hatte über viele Jahre eine Krise und mein Leichtsinn ging dabei verloren.

Wie ich mich dann quasi selbst gefunden habe, war für mich Kunst eine Freiheit. Ich schwor mir selbst nie auf diese Freiheit mehr zu verzichten.

Worum geht es im Wesentlichen in deiner Kunst?
Es gibt so viele Fragen in meinem Kopf auf die ich versuche nach und nach eine Antwort zu finden. Ich würde sagen es geht um ein Abarbeiten und Erforschen. Um ein Erleben und Durchleben. Etwas zu geben.

Fotografie, Grafik&Druckgrafik

Wie entstehen deine Arbeiten?
Zuerst denke ich mal unheimlich viel nach. Dabei vergeht sehr viel Zeit, in der ich meine Gedanken in Form von Geschriebenem oder Zeichnungen sammle. Wenn sich dann für mich ein Sinn darin ergibt, übersetzte und füge ich alles Zusammen in große Malereien. Ich liebe es Pigmente direkt anzufassen. So trage ich mit meinen Händen die Pastelle auf das Leinen auf. Da ich größtenteils am Boden arbeite, mache ich viele Pausen in denen ich dann meistens Radfahren gehe, bis ich wieder weiterarbeite. Ganz wichtig, ich höre auch viel Musik zwischendurch.

Sophie - Luise Passow

Welche Gedanken verbindest du mit deinem Atelier?
Mit einem Zuhause. Es ist für mich der Ort wo ich da Heim und groß geworden bin. Eine Zuflucht. Dort sammle ich was ich von Außen mit bringe und lasse etwas entstehen was ich wieder hinaustrage.

Worüber machst du dir zurzeit am meisten Gedanken? Was beschäftigt Dich?
Schwer zu sagen worüber ich mir am meisten Gedanken mache, weil  so viel passiert und ich einfach ein sehr verkopfter Mensch bin. In den letzten Monaten habe ich mich sehr viel mit der Ukraine, Russland, Afghanistan, meinem Diplom, Liebesbeziehungen, Ausstellungen, einem Buchprojekt und Zukunftsfragen beschäftigt. Wahrscheinlich mache ich mir aber gerade am meisten Gedanken über mein Diplom.

An was arbeitest du momentan? Wo wirst du 2022 noch ausstellen?
Momentan arbeite ich eben unteranderem an meiner Diplomausstellung „BITTE WARTEN“ die im Juni 2022 an der Universität für Angewandte Kunst zu sehen sein wird. Es geht um die Frage was „Warten“ bedeutet. Worauf wartet „ICH; DU; ER; SIE; ES“? Im Erleben von Zeit, dem Warten, versteht sich der Mensch als Mensch selbst. Es ist ein Zustand des auf sich zurückgeworfen Seins. Alltägliche Situationen des Wartens sind essentiell für das Funktionieren einer Gesellschaft. Die dahinter liegenden Machtstrukturen sind erst klar ersichtlich, wenn äußere Gegebenheiten begreifbar werden.

Neben Dingen die gerade im Entstehen sind, Kooperationen, wird nach der Ausstellung „Collective Memory“ auch noch eine Online Ausstellung auf Kunstmatrix folgen.

Gibt es noch etwas was du den Leser*innen sagen möchtest?
Was mich jeden Tag aufs neue motiviert ist am frühen Morgen ein Cappuccino.

Sophie – Luise Passow – www.instagram.com/sophielou_passow/

In der Ausstellung GONZO von Kaja Clara Joo im Bildraum 07 vermengen sich die Angst vor dem eigenen Ableben, anthropomorpher Umgang mit Maschinen und eine Sehnsucht nach Wagnissen.

CHIMERA untersucht queere Ökologie und nicht-binäres Leben in der Natur. Was definiert den Menschen als Spezies? Inwiefern etablieren Wissenssysteme Grenzen zwischen Lebensformen.

In der Fotoinstallation befasst sich Lisa Großkopf mit der Sehnsucht nach ewiger Jugend. Die Fotoserie zeigt eine Reihe kosmetischer Gesichtsbehandlungen zur Pflege und Erhaltung jugendlicher Haut.

Mit Rebound & Reflection eröffnet das Sicc.Zine am 5. Mai eine weitere Ausstellung. Es handelt sich um eine Ausstellung in zwei Akten, die in Abstand von zwei Wochen je 4 Tage lang zu sehen ist.

Simon Kubik ist ein 1998 geborener Künstler und Kommunikationsdesigner, er lebt und arbeitet in Wien. Nach dem Abschluss an der Graphischen machte er seinen Zivildienst in einer Künstlerwerkstätte mit Menschen mit Behinderung, er ist als Kommunikationsdesigner in Agenturen, wie selbstständig tätig und ab 2022 studiert er bei Jakob Lena Knebl, Transmediale Kunst an der Universität für Angewandte Kunst.

Der Ursprung Ihrer Kunst liegt in der Malerei und Tapisserie, wobei sie mit ihren Werken in die Welt des Abstrakten eintaucht. Ihre Arbeiten entstehen auf einer Schnittstelle zwischen Kunst und Technik.

Die Landjäger Kürzestfilm Festspiele, das Festival für 12 Sekunden kurze Filme, haben sich für ihre Verhältnisse eine bizarr lange Auszeit genommen – wegen Geldes, Cannes, Corona, you name it.

Nach einem abgeschlossenen Studium der Betriebswirtschaft an der sowie einem Studium an der Kunstschule Wien mit dem Schwerpunkt Druckgrafik und Keramik lebt und arbeitet die Künstlerin in Wien.

Florian Donnerstag aus Oberösterreich hat bis 2015 in Innsbruck Architektur studiert. Interdisziplinär zu seinem abgeschlossenen Architekturstudium befasste er sich mit bildender Kunst und Kunstgeschichte.

Jan Böhmer (1990) ist ein österreichischer Künstler aus der Weststeiermark. Seine Arbeiten sind dynamisch, neu und nonkonformistisch. Als Atelier dienen Räumlichkeiten eines ehemaligen Bestattungsinstituts.

In ihrem Spiel mit der Wirklichkeit nähert sich MUTA NATUR der Polarität von Natur und Kultur, ohne eine Antwort zu erzwingen. Weder wird behauptet, dass eine unberührte Natur unmöglich zu beweisen.

Statement: Toni Faber, Dompfarrer St. Stephan. Nicht nur im Stephansdom, sondern auch rund um das Wiener Wahrzeichen lässt sich neben religiösen/sakralen Bildern auch zeitgenössische Kunst finden.

Sich die Hände zu reichen, zeugt vom Entstehen eines Miteinanders, das sich nicht im Satz »ich bin bei dir« auflöst, stattdessen ein Mehr suggeriert. Dieser Akt ruft ein solidarisches Wir hervor (raise).

Mela Diamant zeigt in ihren Arbeiten märchenhaft und modern schwere Geschichte und luftigen Tod, Jahrtausende entfernt und doch ganz nah und heute. Man sieht Frohsinn und Leichtigkeit.

Ein Zauberwort * aus dem Lateinischen, auf Deutsch „ich werde verwandelt werden“, das paradoxerweise nichts in etwas verwandelt, sondern nur auf die Zeitlichkeit des Vorganges an sich verweist.

Julian Heuser arbeitet in Frankfurt am Main, schloss 2009 ein Architekturstudium ab und arbeitete danach als Assistenz bei Tobias Rehberger. Später studierte er in Offenbach und Salzburg.

Auf ihrem Desktop liegen tausend Sachen. An die Wände in ihrem Studio klebt sie Gedanken, Skizzen und Bilder. Im Dezember vor ein paar Jahren reist sie von der Adriaküste nach Wien.

In der kommenden Ausstellung zeigt Martin Veigl seine neue Werkserie. Veigl bedient sich romantischer Alltagsfragmente und kombiniert diese mit freier, gestischer Malerei zu neuen Bildwelten.

Manuel Mraz kommt aus einer Familie, die sich schon seit mehreren Generationen, der Gastronomie verschrieben hat. Er selbst führt gemeinsam mit seinem Vater und Bruder das Restaurant Mraz und Sohn.

Korsi ist eine Plattform für zeitgenössische und transdisziplinäre Kunst. Durch eine Heterogenität der Positionen wird ein Einblick in die Pluralität der gegenwärtigen Kunstszene ermöglicht.