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Lenia Hauser im Studio
Lenia Hauser im Studio

Wie würdest du deine Kunst beschreiben?
Meine abstrakten Arbeiten widmen sich einem fundamentalen Element, das leicht übersehen wird: Dem Boden unter unseren Füßen. Jedes Bild ist ein Porträt einer bestimmten geografischen Struktur; eine Draufsicht, die nicht verrät, ob sie eine ferne oder nahe Umgebung, eine Landschaft oder sogar einen Organismus zeigt. Mich faszinieren vor allem “städtische Geographien“, wie unregelmäßig gearbeitete Gehwege und ausgebesserte Straßen. Ich verinnerliche diese von Menschenhand geschaffenen Strukturen, die unsere Städte zusammenhalten und unsere täglichen Bewegungen lenken und übertrage ihr Wesen in meine Malerei.

Mit welchen Techniken arbeitest du?
Die Bilder sind amorphe Formen, eine Evolution von Ebenen und Texturen, die mal schweben, mal auf dem Hintergrund kleben und an Kinderpuzzle erinnern. Sie entstehen aus einer Mischtechnik (Sprühdose, Acryl, Ölpastell, Textilien), aufgetragen auf Holz. Der Arbeitsprozess, alle Formen, Schichten und Materialien sind im fertigen Werk zu sehen. Teile, die übermalt werden, bleiben in ihrer Struktur erhalten.

Wie gehst du vor, wenn du mit einem neuen Werk beginnst?
Malshirt an, Kopfhörer auf und abtauchen. Meist habe ich eine Ahnung von einer Farbe oder einer Textur, die ich festhalten will. Ist diese auf der Holzplatten sichtbar, kommen weitere Formen und Farben hinzu — mal sind sie verwandt, mal fremd, mal kleben sie aneinander, mal driften sie auseinander. Sie verhalten sich wie Kontinente, wie Erosion, wie Lavaflüße.

Wie kann man sich dein Atelier vorstellen?
Drei kleine Räume direkt unterm Dach, einfachverglast, im Winter kalt im Sommer heiß. Ein leerer Raum, um auf dem Boden malen zu können. Ein Lagerraum für fertige Bilder. Ein Raum zum Sprühen. Ein Stuhl, ein Tisch, ein Wasserkocher. Überall verteilt Ölkreiden, große Pinsel und Sprühdosen.

Aktuell lebst du ja in Halle. Wie ist das Leben dort?
Schön übersichtlich. In einer Stadt solcher Größe kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren, Atelier, Kunsthochschule, Wohnung und Cafés liegen nah beieinander. Außerdem habe ich eine kleine Familie und der geht es hier auch sehr gut. Wenn man hier was bewegen will gibt es passende bezahlbare Räume, Förderprojekte und Menschen, die wirklich Lust darauf haben. Ich habe mal in Düsseldorf und Berlin gelebt — da wäre alles weniger entspannt und womöglich gar nicht realisierbar.

Lenia Hauser – Territories, Ausstellungsansicht 2022
Lenia Hauser – Territories, Ausstellungsansicht „Galaxie neuer Künste“, 2022

Woran arbeitest du gerade? Hast du schon Pläne für 2023?
Ich arbeite an Objekten, die von der Malerei kommen und sich weiter in den Raum ausbreiten werden. Außerdem kuratiere ich eine Gruppenausstellung für den Kunstraum Galaxie neuer Künste, plane eine Soloausstellung mit dem Max-Planck-Institut und eine Schau mit der NBB Galerie in Berlin. Daneben werde ich in diesem Jahr auch wieder an der Burg unterrichten.

Lenia Hauser – www.leniahauser.de

academy of fine arts vienna

Every year at the end of January, the Academy of Fine Arts Vienna invites visitors to the Open Days Rundgang of all the institutes‘ collections, classes, and studios at all locations.

Rundgang 2023 - Akademie der bildenden Künste Wien

Every year at the end of January, the Academy of Fine Arts Vienna invites visitors to the Open Days Rundgang of all the institutes‘ collections, classes, and studios at all locations.

Porträt Maria Pia Lattanzi, 2021, Foto: Gregor Neupert

In der Ausstellung „MOTUS“ befasst sich die Künstlerin Maria Pia Lattanzi mit dem Thema „Familie“ sowie dem Verhältnis zwischen „Mensch und Tier“ in einer narrativen Form.

Photo: Stefan Pani

Daniel Ferstls Werke entziehen sich auf verschiedenen Ebenen den üblichen Kategorisierungen: Malerei trifft auf Skulptur, High- auf Low-Brow, klassische Komposition auf kitschige Extravaganz.

Rundgang 2023

Every year at the end of January, the Academy of Fine Arts Vienna invites visitors to the Open Days of the collections, classes and studios of all the institutes at all locations.

"SOVIET BAROQUE" multi-channel video installation, 2022

The installation is an imitation of my grandmother’s apartment. Its floorplan is outlined on the floor and is presented in 1:1 scale in an exhibition space. 12 projection screens are installed in exact same rooms.

Fotografin Wien Interview Alltag

Isabella Simon arbeitet als Fotografin in Wien, hauptsächlich dokumentarisch für Magazine sowie projektbegleitend als Set Fotografin von Filmen. Portraits gehören zu ihrer Leidenschaft.

Künstler Fabian Treiber. Foto:

Fabian Treiber malt Interieurs und Landschaften. Sie sind eigenartigerweise ein Stück weit unscharf und ihre Oberflächen kühl, fast unnahbar. Sie wollen mit flanierendem Auge geschaut sein.

Blanca Amoros: DOMESTICATED

Diese Ausstellung ist eine Fortsetzung von ihren früherer Arbeit, in der sie die Geschlechterrollen der Konsumgesellschaft durch die Neuinterpretation von Bildern aus alten Haushaltskatalogen thematisiertet.

Mariya Vasilyeva – SOVIET BAROQUE curated by Georg Demmer

„SOVIET BAROQUE“ presents a 12-channel video installation based on film footage produced in her grandmother’s apartment in Kyiv. In the videos, she portrayed herself in different roles.

Fotos: Werner Streitfelder

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens von WIEN MITTE – einem großen, innerstädtischen Hub mit Einkaufszentrum, Büros und Bahnhof – begleiteten wir eine Tour zur dort installierten Kunst.

Red Carpet Art Award Showroom Volkstheater

In suburb betrachtet Lorenz Wanker mit kritisch-ehrlichem Blick die Lebensrealität der Wiener Vorstädte und Randbezirke. Der Fokus liegt hierbei auf den oft unbemerkten Bestandteilen des Austrian Dreams.

ECHOLOT_MOSAIQUE_Open Feedback Format

ECHOLOT ist ein transdisziplinärer Kulturverein, um auf innovative Weise der Krise zu trotzen und einen neuen Kulturort für die transdisziplinären Künste zu gründen: Das LOT!

Schreiben, Denken, Lesen: Pauline Knibbe-Klimt, Vinzenz Herkner, 2022

Durch die Arbeit in ihrem gemeinsamen Atelier namens „Im Raum“ sind sie sowohl zu guten Freund:innen geworden, als auch an gemeinsamen Kunstprojekten beschäftigt gewesen.

Bipolar Feminin

Ein Versuch, sich aus toxischen Strukturen zu lösen. Ein Seefahrt-Aberglaube besagt, dass ein Seemann stirbt, wenn eine Zigarette an einer Kerze angezündet wird. Mit dieser Metapher spielt der Song Matrose.

Marco Döttlinger, Thomas Hörl, Peter Jakober, Sebastian Jobst, Peter Kozek, Alexander Martinz, Anna Resch

Ein Performativer Konzertabend. Neologismus zur Beschreibung der unmittelbaren Ausführung sowie des allgemeinen Erhalts und Weitergabe von Bräuchen und neueren gesellschaftlichen Ritualen.

Foto: Inés Futterknecht

“Lost My Way” erzählt die Geschichte einer zielstrebigen jungen Frau und ihrem Umgang mit Pubertät, Verlust und der Suche nach sich selbst. All diese Dinge können uns schon Mal über den Kopf wachsen.