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Einzelausstellung „forever YOUNG“ in der Uvxal Gochez Galerie
Ausstellungsansicht „forever YOUNG“ in der Uxval Gochez Galerie, Barcelona

Sie hat an der HBK Braunschweig Ihren Meisterschüler beim Schweizer Konzeptkünstler John Armleder gemacht und ist so schon früh mit Fragen zu Oberflächlichkeit, Kunst und Werbung, aber auch Konzept und Konsum in Berührung gekommen.

Trashy beach, 130x90cm, 2021
Trashy beach, 130x90cm, 2021

Hast du bevorzugte Themen? Was inspiriert dich?
Die Themen, mit denen ich mich in meiner Arbeit am häufigsten beschäftige, beziehen sich auf die Konsumgesellschaft im digitalen Zeitalter, insbesondere interessieren mich „Dekadenz” und „Oberflächlichkeit”. Mit meiner Arbeit möchte ich die Fokussierung unserer kapitalistischen Gesellschaft auf Materielles und Äußerlichkeiten vermitteln. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich beurteile diese nicht als schlecht oder gut – ich bin genauso ein Teil der Welt, die ich darstelle! Aber in meiner Arbeit versuche ich, den schmalen Grat zwischen der Konzentration auf die einfachen Freuden und dem Raum für Selbstreflexion zu finden.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Das erste Kunstwerk, an das ich mich erinnere, ist nicht von einem großen Meister der Kunstwelt wie Picasso oder so. Ich erinnere mich an die Aquarelle meiner Mutter, die sie als Teenager gemacht hat. Sie aquarellierte ihre Lieblingsfilmstars, wie Alan Delon, wilde Pferde, schnelle Autos, eigentlich ziemlich coole Sachen. Ich habe immer noch eines ihrer Aquarelle in meiner Küche hängen und schaue es mir jeden Tag an. Es ist ein naiv gemalter Mercedes SL in den Bergen. Sie war mein erster großer Einfluss und hat mir eine Idee gegeben, was Kunst sein kann.

The blonde jogger, 180x125cm, 2021
The blonde jogger, 180x125cm, 2021

Was ist dir wichtig? Was ist Kunst für dich?
Verstehen! Oder Verstehen wollen. Kunst ist Nachdenken. Das, was ich meine, verstanden zu haben, in neue „Worte“ zu fassen. Die ‚Worte‘ der bildenden Kunst. Malen gibt mir die Möglichkeit einen Schritt zurückzutreten und mich und die Gewöhnlichkeit, um mich herum, mit Abstand zu betrachten. Ironie ist Abstand. Ich lache gerne über mich.

Was sind deine Lieblingsfarben?
Meine aktuelle Ausstellung „forever YOUNG“ in der Uxval Gochez Galerie in Barcelona sieht aus wie ein 80er Jahre Miami-Beach-Traum in rose, gelb und hellblau. Auch der aktuelle Katalog zur Ausstellung folgt diesem Bonbon-Farbschema, sehr schön. Aber mal sehen, wie es weitergeht.

Du hast aktuell eine Solo-Ausstellung „forever YOUNG“ in der Uxval Gochez Galerie. Was verbindest du mit dem Titel deiner Ausstellung?
Der Wunsch nach ewiger Jugend klingt vertraut, nach Popmusik, süßlich. Aber objektiv betrachtet ist der Wunsch nie alt zu werden zu 100% zum Scheitern verurteilt. Die damit verknüpften Erwartungen können nur enttäuscht werden, denn niemand, wirklich niemand ist forever young. Für mich ist dieser krasse Unterschied zwischen Wunschdenken und Realität, welches der Ausspruch „forever young“ aufzeigt, eine perfekte Metapher und Klammer für die Themen und Arbeiten in meiner Ausstellung.

Ausstellungsansicht „forever YOUNG“ in der Uxval Gochez Galerie, Barcelona
Ausstellungsansicht „forever YOUNG“ in der Uxval Gochez Galerie, Barcelona

Der Text von Julia Meyer-Brehm über meine Ausstellung bringt es ganz wunderbar auf den Punkt: „Wir kennen ihn alle, den Traum vom weißen Sandstrand, türkisfarbenem Meer und tropischen Palmen. Auch im Alltag, abseits vom Urlaub, scheinen wir ständig auf der Suche zu sein – nach dem vermeintlichen Paradies, unvergesslichen Erlebnissen oder dem perfekten Moment. Der digitale Raum verstärkt unsere Sehnsüchte: In einer weichgezeichneten Filter-Welt sind wir alle forever young, haben gebräunte Haut, keine Falten und einen leichten Schwips. Der Wunsch nach ewiger Jugend klingt süß und verlockend – wie ein wunderschöner Traum. Die Werbeindustrie macht sich dieses Verlangen schon seit Jahrzehnten zunutze: Kauf diese Creme, sie lässt dich strahlen. Mach diese Übung, sie strafft deine Haut! Cellulite, Haare, Falten? Weg damit! Doch an irgendeinem Punkt verschwimmen unsere Träume und Wunschvorstellungen mit der harten Realität. Die Erwartung, man könne irgendwie die Zeit anhalten, im Jetzt verharren, ist so omnipräsent wie illusorisch. In Wahrheit ist niemand forever young. Und so steckt hinter unseren utopischen Ewigkeitsfantasien stets eine unheilverkündende Endlichkeit. In ihrer Einzelausstellung „forever YOUNG“ in der Uxval Gochez Galerie bildet Katharina diese Ambiguität eindrücklich ab.“

Katharina Arndt
Katharina Arndt

Woran arbeitest du gerade?
Ich habe angefangen auf großen Leinwänden zu arbeiten. So 180×130 cm und 180×250 cm. Ich find es so super. Drei davon sind auch in der aktuellen Soloshow. Deshalb, es wird viel Großes entstehen. Am Anfang steht immer eine Skizze auf Papier. Aus diesen wähle ich meine Motive für die Leinwand. Die Ausstellungen für nächstes Jahr sind noch so weit weg, daß ich momentan nur für mich arbeite. Da mich mein tägliches Umfeld inspiriert, ist es motivisch eine Mischung aus Selbstportraits, Menschen am Strand, Outdoor-Sportgeräte usw.

Kommst du mal nach Wien?
Auf jeden Fall! Ich bin aber besser mit Anlass. Habt Ihr eine Ausstellung für mich? Vor 3 Jahren war ich eine Woche in Wien mit dem Austauschprogramm vom Saloon-Wien. Wir haben uns die viennacontemporary und die Parallel und viele Galerien angeschaut. Es war fantastisch und ich habe dort auch herrlich gespeist 😉

Katharina Arndt – www.katharina-arndt.com

Slow Wave II bridging time windows

SLOW WAVE präsentiert offene künstlerische Begegnungen, die über unsere gegenwärtigen Produktionsweisen in Hinblick auf das Klima im weitesten Sinne und die post-pandemische Ära reflektieren.

Chiara Bartl-Salvi

Ein kreisendes Karussell dient als Fundament und Bewegungsmechanismus einer Drehbühne. In meiner Arbeit werden herkömmliche Verwendungsmuster eines vorhandenen Spielgeräts neu interpretiert.

Installation view, inventing the past, max goelitz, 2021 | Photo: Dirk Tacke

Die besetzte Gruppenausstellung inventing the past schließt direkt an die vorangegangene Präsentation mit dem Titel chasing another tomorrow an und verdeutlicht als zweites Kapitel einen Perspektivwechsel.

Monica Bonvicini, Stagecage, courtesy Galerie Krinzinger and the artist, photo Anna Lott Donadel

Zusammengehalten durch Klammern und Ledergurte erzeugen sie ein beunruhigendes und beängstigendes Narrativ, das im starken Kontrast zu der scharfkantigen und genauen Struktur der Modelle steht.

Susanna Klein. Foto: Walter Pobaschnig

In ihren Werken nutzt Susanna Klein bewusst bereits vorhandene Materialien, neben Fotografien, Fundstücken, Stoffen oder Zeichnungen bilden auch Reste von Arbeiten den Anfang.

I AM HER VOICE – FOTO- UND KUNSTWETTBEWERB GEGEN MENSCHENHANDEL, ZWANGSPROSTITUTION, AUSBEUTUNG UND GEWALT

ECPAT Österreich, eine Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Rechte von Kindern vor sexueller Ausbeutung, unterstützt als Kooperationspartner das Projekt initiiert durch die BONO-Direkthilfe.

Marko Zink. Foto: Julia Stix

Er interpretiert in seinen Arbeiten das Thema der inszenierten Fotografie neu. Zum Einen gibt er dem Betrachter das Gefühl nur zufällig Zeuge eines, eben dieses „flüchtigen“ Moments geworden zu sein.

Back on Stage 5 – Mobile Jugendarbeit Margareten Theresa Scherrer

Vom 12. bis 16. Oktober wird das Projekt im school, Grüngasse 22, mit allen entstandenen Designs, begleitet von der Dokumentation des Prozesses und Portraits durch Mafalda Rakoš, präsentiert.

Nadine Nebel Lilith Raftl Simon Reitmann Helene Wöckinger

Eine Membran oder Membrane beschreibt dünne Strukturen mit unterschiedlichen Eigenschaften, die wie eine Haut oder Folie im Verhältnis zu ihrer Dicke eine große flächige Ausdehnung haben.

Scenography | Petra Schnakenberg Scenography | Wien

Wie wollen wir zusammen leben? Wie sieht die perfekte Stadt aus? Seit drei Jahren beschäftigt sich die Künstlerin Petra Schnakenberg mit dieser Frage und baut Stadtbilder in Miniaturformat.

hinterland galerie wien

Symbole sind wichtig, denn sie konstruieren unseren Alltag: Straßen, Verkehr, den Raum der uns umgibt und unsere Lebenswelt. Durch ein Symbol im öffentlichen Raum erzählen sie Alltagsgeschichte.

Eine Kunstaktion im Stadtraum von Josef Bernhardt in Kooperation mit der Gewista.

Die Vögel sterben jetzt, Tag für Tag, massenweise, auf Feld und Wiese, unbemerkt von der Öffentlichkeit. Jetzt und seit Jahrzehnten schon, immer weiter geht das große stille Sterben.