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Erinnern als Freiheit im Zukunftsfilm, 40x30cm, Öl und Harz auf Leinwand, 2021
Erinnern als Freiheit im Zukunftsfilm, 40 x 30cm, Öl und Harz auf Leinwand, 2021

Wann hat dein Interesse für die Kunst begonnen?
Schon als Kind haben mich das Zustandekommen von Farbeindruck und Ästhetik sehr interessiert, da habe ich dann auch viel gezeichnet. Kunst war für mich eigentlich immer allgegenwärtig. Assoziatives Denken entstand bei mir beim Anblick von Videos, von Abbildungen in der Zeitung, Heiligendarstellungen in der Kirche oder öffentlichen Aktionen wie z.B. Arc de Triomphe am Mozartplatz in Salzburg.

Ich bin in Salzburg aufgewachsen, daher rührt sicher auch der große Bezug zu Natur in meinen Arbeiten und mir wurde bewusst, dass nicht nur spirituelle Menschen an unsichtbare Dinge glauben.

Wie entstehen deine Arbeiten?
Meine Arbeiten entstehen aus dem Bedürfnis, die gegenwärtig stattfindende assoziative Verschmelzung vormals klar getrennter, binärer sowie medialer Gegensätze materiell sichtbar zu machen. Ich male fast ausschließlich mit Ölen und Harzen auf transparent grundierter Leinwand, Lichteinfall und Tageszeit lassen die Arbeiten ganz unterschiedlich erscheinen, sie verändern sich und sind immer momentane Stimmungssituationen. Auch die Cyanotypien entstehen in der Beschäftigung mit Material und Licht. Zudem setze ich mich intensiv mit dem theoretischen Background der Kunst(geschichte) auseinander.

Woher nimmst du deine Inspiration?
Die Sujets meiner Bilder stammen immer aus digitalisierten Quellen, z.B. sei es nun Material aus dem Internet, ein Filmstill oder auch ein selbst angefertigter Schnappschuss mit der Kamera des Mobiltelefons. Wichtig ist, dass ich sowohl einen persönlichen Bezug zu der aufgenommenen Situation habe, als auch ein gewisses Maß an Öffentlichkeit des Sujets besteht. Eine gewisse Wiedererkennung oder Zuordnung sind von mir beabsichtigt. Virtualität nimmt in unseren Leben immer mehr Stellenwert ein, vor allem in den Jahren der pandemischen Kontaktbeschränkungen hat sich dieser Prozess nochmals rapide beschleunigt. Genau diese Verschiebung vom materieller, symbolischer hin zu virtueller „Realität“ ist eine große Inspirationsquelle.

Anerkennung, 60 x 60 cm, Mohnöl, Lavendelöl, Leinöl, 2021
Anerkennung, 60 x 60 cm, Mohnöl, Lavendelöl, Leinöl, 2021

Bezogen auf deine Arbeiten? Was ist dir besonders wichtig?
Besonders wichtig ist es mir, mediale Übergänge materiell erfahrbar zu machen. Diese Übergänge können in der Qualität der Sujets sowie in ihrer materiellen Reproduktion sichtbar werden, als ein plötzliches Hereinbrechen von Realität auf den Betrachter*in. Kunst ist mittlerweile ja immer sehr politisch. Ich würde sagen wir befinden uns mehr denn je in einem posthegelianischen Zeitalter, insofern möchte ich diese fortschreitende Säkularisierung von Transzendenz sichtbar machen und freue mich, wenn Menschen und Tiere das in meinen Arbeiten auch erkennen.

Lust und Notwendigkeit, 32 x 24 cm, Mixed media, 2021
Lust und Notwendigkeit, 32 x 24 cm, Mixed media, 2021

Welchen Herausforderungen stellst du dich täglich?
Meine künstlerische Position zu schärfen verlangt sehr viel Hingabe sowohl zeitlich als auch emotional, das alles mit meiner Familie unter einen Hut zu bringen ist eine meiner Hauptherausforderungen—aber auch eine wahnsinnig schöne und bereichernde.

Modische Öle, 165 x 119 cm., Mohnöl, Sonneblumenöl und Leinöl auf Leinwand, 2021
Modische Öle, 165 x 119 cm., Mohnöl, Sonneblumenöl und Leinöl auf Leinwand, 2021

Anna Kuen hat mich auch dich aufmerksam gemacht. Welche Künstler*innen in Österrreich findest du interessant?
Sehr interessante Künstler*innen sind für mich Jakob Lena Knebl, Angelika Loderer und Heinrich Dunst. Unsere Wege haben sich während meines Studiums in Wien gekreuzt. Jakob Lena Knebl hat jetzt auch die Nachfolgeprofessur in der Klasse von Brigitte Kowanz angenommen, bei der ich 2015 diplomiert habe. Angelika Loderer hat gerade einen spannenden Beitrag in der 2021 Triennale des New Museum in NYC, und mit Heinrich Dunst bin ich seit meinem Diplom freundschaftlich verbunden. Ihre Arbeiten finde ich spannend, sie setzen sich auch stark mit Fragen von materieller, medialer Transzendenz auseinander.

Das Kollektiv Gelitin fasziniert mich schon seit 2000, die finde ich immer noch hochinteressant. Ihre Arbeiten berühren sehr und sind bisweilen auch sehr intensiv, medienübergreifend und kritisch.

Portrait. Tom Streit
Portrait. Tom Streit

Planst du schon fürs nächste Jahr? Woran arbeitest du gerade?
In der Tat sind für nächstes Jahr schon zwei Gruppenausstellungen geplant, aber ich bin auch immer offen wenn jemand Lust hat, ein neues Ausstellungsprojekt an mich heranzutragen. Gerade habe ich eine Werkserie mit Tieren abgeschlossen, genauer gesagt mit deutschen Schäferhunden. Ich gehe dabei der Frage nach, inwiefern wir uns von „der Angst vorm deutschen Schäferhund“ gelöst haben, oder ob das Sujet doch bei dem Einen und der Anderen historisches Unbehagen auslöst. In Österreich würde ich sagen: bestimmt! Marx sagte dazu schon, frei nach Hegel, dass „alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“

Tom Streit – www.tomstreit.com

Reportagenfotografie berlin

Dennis Eichmann arbeitet als Fotograf und freier Künstler in Berlin. Zunächst studierte er Malerei und Modedesign in Kiel, Wien und Berlin bevor er sich hauptberuflich der Fotografie zuwendete.

Lee Wagstaff Studio Berlin

Lee Wagstaff is a Berlin based English artist working with painting, sculpture, printmaking and tattooing. He studied at the Royal College of Art in London and Kyoto City University of the Arts.

Katharina Sieverding, THE GREAT WHITE WAY GOES BLACK, IX, 1977. Color photograph, acrylic, and steel frames, 300 x 500 cm. Installation view of the exhibition: Katharina Sieverding – Close Up, KW Institute for Contemporary Art Berlin, 2005 © Katharina Sieverding, VG Bild-Kunst, Bonn 2021.

Watching the Sun at Midnight at Museum Frieder Burda and Headlines at the museum’s Berlin exhibition space Salon Berlin brings together works spanning all phases of Sieverding’s pioneering.

Helmut Newton, Thierry Mugler Fashion, US Vogue, Monte Carlo 1995, © Helmut Newton Estate, Courtesy Helmut Newton Foundation

Ab dem 31. Oktober 2021 zeigt die Berliner Helmut Newton Stiftung die große Retrospektive. Die Ausstellung sollte ursprünglich anlässlich des 100. Geburtstags des Fotografen eröffnet werden.

anne bengard berlin kunst interview

Anne Bengard wurde in Leipzig geboren und lebte in Berlin, bis sie im Alter von 9 Jahren in eine kleine Küstenstadt im Südwesten Englands zog, was zu einer doppelten Erziehung führte.

Various moments in Superbooth. Artists performing & events. Photo courtesy Superbooth & Angela Kröll

There are a couple of synth fairs on this planet, but one unquestionably stands out – Superbooth. The fair came to Berlin in 2016, but in fact, has a history of more than two decades.

Feryel Atek. - French artist based in Berlin

Feryel Atek is a figurative painter, and art therapist from Paris based in Berlin since 7 years. Her main medium are her large scale paintings and an abundant collection of more intimate, detailed drawings.

kunstmatrix

Kunstmatrix Technologies GmbH is a leading provider of digital tools, specialized in the art market. We deliver flexible and powerful products that transform the way art is presented, organized and sold online.