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Florian Genzken

Wie würdest du deine künstlerische Praxis beschreiben?
Ich arbeite meistens mit flachen Arbeiten, alles dreht sich um das Bild, um Zweidimensionalität. Malerei war mein Ausgangspunkt, momentan arbeite ich aber viel mit Fotografie. Entscheidend ist jedoch die Idee; sie bestimmt, welches Medium passt und wie die Bilder dann letzten Endes aussehen. Vieles entsteht im Prozess, oft verwerfe ich auch wieder einiges.

Du wirkst dabei sehr selbstkritisch.
Wenn ich kein gutes Gefühl bei einer Arbeit habe, bleibt das meist auch. Deshalb ist es gut, einige Wochen Zeit zwischen Fertigstellung und Ausstellung zu haben. Man muss lernen, auf das eigene Urteil zu vertrauen. Das ist wie ein Muskel, den man trainiert. Man spürt es dann schon.

Wie stark spielt dein Alltag in die Arbeiten hinein?
Viele Ideen entstehen im Kopf, während ich Nebenjobs mache. Die McDonald’s-Serie z. B. basiert auf einer täglichen Pendelstrecke. Gerade bei den Fotoarbeiten mag ich, dass die Übersetzung von Idee zu Bild so schnell passieren kann; beim Malen dauert das natürlich viel länger. Und irgendwie trägt man die Arbeit immer im Kopf mit sich herum, arbeitet ständig weiter, auch wenn man sich nicht aktiv damit beschäftigt.

Spiegel, Fotografie, Oberfläche: Wie spielen diese Ebenen in deiner Praxis eine Rolle?
Die Zweidimensionalwerdung der Welt fasziniert mich, weil sie ganz eigene Darstellungsprobleme mit sich bringt. Auch das Thema Oberfläche spielt eine große Rolle, etwa das Lächeln als sozialer Marker und Kulturtechnik oder die Rahmenbilder, die schnell vergessen werden, aber dennoch viel Fläche einnehmen. Für eine Arbeit habe ich mich auf einen Scanner gesetzt, und die Pobacken nachträglich jeweils verdoppelt. Die Abbildung und damit Verdopplung der physischen Welt faszinieren mich. Wir sind umgeben von Bildschirmen. Durch die häufige Interaktion mit dem Smartphone und das Arbeiten am Computer ist alles flach und abwischbar geworden; das spiegelt uns in vielerlei Hinsicht wider.

Worauf freust du dich aktuell?
Auf konzentriertes Arbeiten im Atelier, aber auch auf neue Ausstellungen. Ich mag es, einem Thema einen klaren Raum zu geben.

Florian Genzken – www.floriangenzken.net, www.instagram.com/floriangenzken/


Das Interview ist Teil der Sonderausgabe »DATING ALIENS«, die für die Parallel Vienna 2025 produziert wurde. Link zur Sonderausgabe

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