Vienna Gallery

gezwanzig: Drei Jahre in Bewegung

Die Galerie gezwanzig wird im September drei Jahre alt – Grund genug für einen Rückblick. Gegründet 2023 von Florian Erhart, versteht sie sich als Ort der Begegnung, des Dialogs und der ästhetischen Erfahrung. Sie präsentiert zeitgenössische künstlerische Positionen, die sich durch eigenständige Konzepte, starke formale Präsenz und innovative Denkansätze auszeichnen.
Florian Erhart. Photo: Daniel Lichterwaldt
Florian Erhart. Photo: Daniel Lichterwaldt

Kunst wird hier nicht nur gezeigt, sondern aktiv erlebt, hinterfragt und diskutiert. Die Galerie fördert den Austausch zwischen Künstler:innen, Publikum sowie unterschiedlichen Akteur:innen der Kunstwelt und schafft Räume, in denen neue Perspektiven entstehen können. Mit Standorten in Wien und Innsbruck sowie den Programmlinien gezwanzig projects und gezwanzig showcase werden kontinuierlich neue Formate entwickelt, um die Beziehungen zwischen Form, Idee, Material und Raum immer wieder neu zu verhandeln. Im September wird dies an zwei Orten sichtbar: auf der Parallel Vienna und am Rooseveltplatz bei der Votivkirche.

Parsa Khalili, CORNER I (2025), © gezwanzig Vienna
Parsa Khalili, CORNER I (2025), © gezwanzig Vienna

PARALLEL Vienna 2026:
Unter dem Titel Recursions präsentiert die Galerie gezwanzig auf der Kunstmesse Parsa Khalili und Linda Ebert, zwei Künstler:innen, die sich von entgegengesetzten Enden des Spektrums derselben Frage nähern. Khalili, der an der Grenze zwischen Malerei und Architektur arbeitet, nimmt das Gerüst als Ausgangspunkt: Masken, Überlagerungen und Konstruktionslinien verschwinden nicht hinter dem fertigen Bild, sondern bleiben aktiv darin eingeschrieben; der Würfel dient als wiederkehrendes Experimentierfeld für Konstruktion und Auflösung.

Linda Ebert, Some Kind Of Space (2023), Courtesy of the Artist
Linda Ebert, Some Kind Of Space (2023), Courtesy of the Artist

Ebert hingegen nähert sich derselben Frage über das Raster: Ausgehend von der Malerei bewegt sie sich hin zu Textilien, wo Struktur nicht mehr dargestellt werden muss, sondern durch das Zusammentreffen von Kett- und Schussfäden immer schon vorhanden ist. Beide teilen die Überzeugung, dass Vollendung kein Abschluss ist, sondern ein Zustand, der seine eigenen Entstehungsbedingungen weiterträgt; für sie ist das Provisorische nicht die Vorstufe des Werks, sondern das Werk selbst.

gezwanzig showcase:

gezwanzig showcase:
Im September startet ein neues Projekt: gezwanzig showcase, die mobile Ausstellungsplattform aus modularen Containern, bringt Kunst an unerwartete Orte und eröffnet damit neue Möglichkeiten der Begegnung für Ausstellungen, Performances, Lesungen und kulturelle Bildungsangebote abseits des klassischen Galerieraums. In Kooperation mit der Votivkirche entsteht am Rooseveltplatz ein temporärer Kunst- und Begegnungsort, der sich gleichermaßen an Kunstinteressierte, Stadtbewohner:innen und Passant:innen richtet und Kunst mitten in den Alltag trägt. Den Auftakt macht study 02 mit STATION ROSE und Viktoria Morgenstern am 18. September und ist bis zum 30. Oktober von außen rund um die Uhr einsehbar – Kunst, die auch dann sichtbar bleibt, wenn die Kirche und die Stadt längst schlafen.

Drei Jahre, zwei Standorte, mehrere Ausstellungen und ein neuer Ort mitten in der Stadt: gezwanzig bleibt in Bewegung und lädt dazu ein, diese Entwicklung von Wien bis Innsbruck, vom Otto-Wagner-Areal bis zur Votivkirche mitzuverfolgen.

Adresse und Kontakt:
Galerie gezwanzig
Gumpendorfer Str. 20, 1060 Wien
www.gezwanzig.com
www.instagram.com/gezwanzig.gallery


Dieser Beitrag ist Teil der Sonderausgabe »FASHION«, die für die PARALLEL Vienna 2026 produziert wurde. Link zur Sonderausgabe