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Das Projekt problematisiert Manspreading als eine Praxis, die toxische Vorstellungen von Männlichkeit bündelt und reproduziert. Es geht dabei um die patriarchalen Erwartungen an Männlichkeit, die an Dominanz und körperliche Überlegenheit geknüpft sind. Unter diesen Erwartungen leiden Menschen jeder Geschlechtsidentität, weil sie nicht nur Frauen* einschränken, sondern auch die freie Entfaltung von Männern.

Gemeinsam kamen wir auf die Idee, unsere Botschaften und Appelle in den Schritt von Hosen zu drucken, die erst im Sitzen sichtbar werden, wenn als Reaktion auf Manspreading die Beine gespreizt werden, also Raum zurück(v)erlangt wird. Uns interessiert dabei das Zusammenspiel von Körperhaltung und Kleidung, sowie das subversive Potenzial von versteckten Botschaften, die erst durch spezifische Körperhaltungen sichtbar werden. Die direkten und fordernden Botschaften bilden eine immaterielle Schutzschicht zwischen Intimbereich und Außenwelt und sollen die ursprünglich sexualisierte Geste des weiblichen Beine-Spreizens zu einer entsexualisierenden Geste des Widerstands umdeuten. Mit unserem Projekt möchten wir Frauen, queere Personen und alle Menschen, die sich von Manspreading diskriminiert fühlen, dazu ermächtigen, Raum und Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen und die geltenden Geschlechterrollen zu hinterfragen.

Die direkten und fordernden Botschaften bilden eine immaterielle Schutzschicht zwischen Intimbereich und Außenwelt und sollen die ursprünglich sexualisierte Geste des weiblichen Beine-Spreizens zu einer entsexualisierenden Geste des Widerstands umdeuten. 

Wer steckt hinter der Idee? Und wie kam es dazu?
Wir, das sind Elena Buscaino (Grafikdesign-Studentin) und Mina Bonakdar (Modedesign-Studentin), haben uns bei einem Kooperationsprojekt zwischen unseren Studiengängen kennengelernt und uns in einer Partnerinnenarbeit an einer Modekollektion mit versteckten Botschaften und (geschlechts-)spezifischen Körperhaltungen auseinandergesetzt. Während dieser Zusammenarbeit entwickelten wir in einem Gespräch über Manspreading die Idee, feministische Botschaften in den Schritt von Hosen zu drucken, die je nach Körperhaltung sichtbar oder versteckt sind, und so den Träger*innen die Möglichkeit geben, sich zu wehren und Manspreader direkt zu adressieren. Wir erhielten von Anfang an viel Zuspruch und Unterstützung durch unsere Freund*innen, viele von ihnen haben sich uns anvertraut und ihre Diskriminierungserfahrungen mit uns geteilt, was uns die Relevanz und Dringlichkeit der Thematik immer wieder bestätigt und uns motiviert, das Projekt trotz erster Hürden weiterzuverfolgen.

Wie ist eure Vorgangsweise?
Die Riot Pants sind nicht nur ein Kleidungsstück, sondern auch ein performatives Objekt, durch das unsere Unterstützer*innen/Allys Teil einer aktivistischen Bewegung werden können. Unser Wunsch ist es, dass sich durch das Riot Pant Project unsere Botschaft so weit wie möglich spreaded – damit ein Umdenken stattfinden kann. Ganz praktisch gesprochen bieten wir zwei verschiedene Versionen an: RIOT PRINT bedeutet, dass Interessent*innen uns ihre eigenen Hosen zu schicken, die wir dann für sie bedrucken. Und dann verkaufen wir noch die Version RIOT PANT; das sind von uns ausgewählte Hosen aus zweiter Hand, die dann bedruckt werden.

riotpantproject interview berlin

Wo kann man die Hosen kaufen?
Aktuell sind wir noch dabei, den Verkaufsprozess zu professionalisieren, daher ist bis jetzt lediglich E-mail-Order möglich. Wer also eine Hose von sich bedrucken lassen möchte, schreibt uns einfach eine E-Mail an riotpantproject@gmail.com, um weitere Informationen zu erhalten. Langfristig hoffen wir, dass wir einen Online-Shop einrichten können, über den wir die RIOT PANTS anbieten. Da es sich hier um Second-Hand-Einzelstücke handelt, werden wir alle Hosen natürlich sorgfältig ausmessen und beschreiben.

Riot Pant Project

Die Zeit, in der wir leben. »Unser Planet krepiert, doch zählen tut etwas ganz anderes.« Ein Umstand, der den in Graz lebenden Künstler Klaus Wanker zu seinen jüngsten Arbeiten bewegte.

Jahrelang wurde er belächelt: Der nerdy »Tourist Chic«. Seit längerem jedoch sind Fanny Packs, Jogginghosen und Adiletten nicht mehr aus der gut sortierten Garderobe wegzudenken.

Katharina Stadler, geboren 1995 in Oberhausen, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Nachdem sie drei Jahre bei Prof. Andreas Gursky studierte, ist sie seit 2018 Schülerin von Prof. Thomas Scheibitz.

Wir haben uns die diesjährige Diagonale zum Anlass genommen unser Magazin in Graz zu präsentieren und mit euch zusammen bis zum Filmriss zu feiern. Nehmt eure Frens bei der Hand.

Die aktuelle Ausstellung „Raumblenden“ in der Galerie Rudolf Leeb setzt sich mit dem Dispositiv von Raum und seiner Konstituiertheit auseinander. Welche Möglichkeiten gibt es, um Räume darzustellen.

Der in Graz lebende Künstler Franz Konrad beschäftigt sich in seinen Werken mit der idealistischen Seite der Architektur und erzählt Geschichten von Politik bis hin zu Raritäten des Alltags.

Felix Gerber ist mit dem Internet aufgewachsen und nutzt all seine Facetten als Inspiration. Er setzt sich intensiv mit der digitalen Umwelt auseinander und verarbeitet Symbole dieser als Markenzeichen seiner Arbeiten.

Die Künstlerin Elisa Alberti, geboren 1992 in Kiel, wuchs in Südtirol als Tochter einer Künstlerin und eines Künstlers auf. Kunst ist somit immer ein omnipräsenter Aspekt ihrer Kindheit gewesen.

Die mit Plastiktüten collagierten und bemalten Kinobanner visualisieren den Konflikt zwischen Mensch- und Menschengemachtem. Dieser beinhaltet einerseits die Nicht-Identifikation oder die Separation.

Die WERKSCHAU versammelt Arbeiten der Künstler*innen des Schaumbads und gibt Einblick das freien Atelierhauses. Sie spiegelt die polymorphe Mischung der Künstler*innen aller Sparten wider.

Synergieeffekte schaffen und gemeinsam Kräfte bündeln – das ist die Philosophie der Büro Weltausstellung, einer von drei Ausstellungsräumen, der Teil des Kunstvereins Wiener Art Foundation ist.

Die 19-jährige Grafikdesignerin Anna Zoe hat ihren künstlerischen Schwerpunkt in der digitalen Kunst und der Analog-Fotografie. Neben ihrer Arbeit engagiert sie sich unter anderem für den Tierschutz.

Man kann mit ruhigem Gewissen behaupten, dass Sebastian Schager mir vielen anderen Projekten von Beginn an Teil der österreichischen Street-Art-Kultur war und diese maßgeblich mitgeprägt hat.

Machen wir uns Bilder von der Welt. Vom 24. bis 29. März 2020 widmet sich die Diagonale dem freudvollen Erkunden des österreichischen Films und setzt dabei auf Austausch, Begegnung und Dialog.