Wien Kunst
Bildende Kunst

Gisela Stiegler. Summe der Dinge

Zu Beginn ihres Arbeitstages räumt Gisela Stiegler auf. Außen und innen, das Atelier und den Kopf. Es gibt sie, die Künstler*Innen, die ihre Kunst den äußeren Einflüssen widmen. Gisela ist keine davon. Sie grenzt sich bewusst von dem ab, was auf uns Menschen alltäglich einprasselt.

Sowohl in ihrem Schaffensprozess als auch in ihren Skulpturen. Im Zentrum ihres künstlerischen Alltags steht die Befreiung. Nicht im pathetischen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes. Sich dessen zu entledigen, was ungefiltert auf den Menschen einwirkt, sich frei machen von Ansprüchen und Logik – das bildet die Basis von Gisela Stieglers Kunstverständnis. Durch die Kombination einer traditionellen Arbeitsweise und einem künstlichen Material spannt sie einen Bogen.

Gisela vereint das Schnitzen mit ihrem Lieblingsmaterial, dem Styropor, das für das 21. Jahrhundert spricht. Altertümlichkeit verschwimmt mit Aktualität, wie sie der zeitgenössischen Kunst zugrunde liegt. Wie ihre Skulpturen letztendlich aussehen, scheint niemanden mehr zu überraschen als die Künstlerin selbst. Jedes Kunstwerk steht für sich selbst, als Produkt ihrer intuitiven Hingabe. Oder, in Giselas Worten: »Meine Kunst ist die Summe der Dinge«.

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Gisela Stieglerwww.giselastiegler.com