Category

Vienna

Category

Wie ein Spinnennetz verbindet Valentino Performance, Skulptur, Installation und Video zu durchlässigen Konstellationen. Die Arbeiten kreisen um fluide Identitäten, Fragen von Zugehörigkeit und die Dringlichkeit, neue Formen des Seins und deren Beziehung zur Umwelt zu überdenken. Im Rahmen der künstlerischen Arbeit hat Valentino mit zahlreichen Künstler:innen und Choreograf: innen zusammengearbeitet.

Die Sehnsucht nach Begegnung scheint deine Praxis zu prägen. Kannst du das näher erläutern?
Begegnungen sind für mich Akte der Einstimmung. Es ist eine Form von Neugier, weich und wach, fast so, als würde man durch schlammiges Wasser gehen: Jeder Schritt verlangt Aufmerksamkeit, Feinfühligkeit. Ich beginne oft mit einem Brief an den Ort, eine Geste des Zuhörens, bevor ich überhaupt anfange. Es ist eine sanfte Art, anzukommen und mich vorzubereiten, bevor ich mich auf den Ort voller Erinnerungen, Spuren, Texturen oder Geschichten einlasse, die möglicherweise noch nachwirken.

Interview mit Valentino Skarwan

Wie findest du die Balance zwischen den unterschiedlichen Medien?
Für mich stehen Performance, Skulptur und Malerei nicht nebeneinander, sondern greifen ineinander, wie Gesten, die sich gegenseitig beeinflussen, stützen, in Bewegung versetzen. Formen dürfen verschwimmen, Materialien dürfen sich vermischen. Meine Arbeiten tragen Spuren früherer Prozesse. Nichts beginnt bei Null.

Welche Rolle spielt Kleidung in deiner Arbeit? Was repräsentiert sie?
Kleidung ist für mich ein zentrales Element, sie bietet Kontext, erzählt etwas oder schlägt ein »Score« vor. Das Anziehen wird zur performativen Handlung, eine Art, den Körper zu aktivieren. So verschwimmt die Grenze zwischen Objekt und Subjekt, und der Körper wird zu einer Chimäre, einem Ort der Verwandlung.

Worin unterscheidet sich Teamarbeit von Einzelarbeit an einem Projekt?
Durch die Zusammenarbeit habe ich mich weiterentwickelt. Das Tanzen und Performen für andere Choreograf:innen und Künstler:innen, die ich schätze, haben mir neue Welten eröffnet. Meine eigene Arbeit entwickelt sich nun in Beziehung zu anderen, oft zu Freund:innen oder Menschen, die mich beeinflusst haben. Ich lasse die Arbeit durch verschiedene Körper atmen.

Valentino Skarwan – www.valentinoskarwan.com, www.instagram.com/valentino.skarwan/


Das Interview ist Teil der Sonderausgabe »DATING ALIENS«, die für die Parallel Vienna 2025 produziert wurde. Link zur Sonderausgabe

June Hwajung Kim studiert an der Akademie der bildenden Künste Wien. Seine Arbeit fußt auf seiner Identität als queerer Mann südkoreanischer Herkunft mit nichtdeutscher Muttersprache.

Artist Leopold Kessler’s solo show at the Wien Museum MUSA, curated by Vincent Weisl, brings the artist’s twenty-five-year practice of interventions in public space into the institutional frame.

Above it all hangs the ruffled piece of leather. On the magnetic board: collected photos and small Post-it notes from the theater plays. The tall plastic glass sits in the corner, as if no air could fit inside it.

Altars of Light in a Godless Future:
Jeremy Shaw Channels Devotion Through Icons, Incense, and the Infinite Beyond at Secession Wien, May–August 2025. Review by Amanda Luna Ballerini.

This Friday Photo Cluster Galerie presents Anna Tihanyi’s (*1979, Budapest) first solo exhibition in Austria. Titled Inside a Woman’s Chambers, the show centers on a single female character.

The Wien Museum is dedicating a comprehensive mid-career survey to Vienna-based artist Leopold Kessler (*1976 in Munich) — the largest exhibition of his work to date in Austria.

Von 16. Mai bis 20. Juli fanden 48 Kunst- und Kulturprojekte mit 120 Events im Mostviertel statt – mit begeistertem Publikum und Aussicht auf Fortsetzung einzelner Projekte.

SONIC TERRITORIES returns in 2025 with its 8th edition, presenting international live sets, concerts, and performative sound formats across experimental music and media art.

„Inverse Painting“, Gerhard Himmer’s solo at gezwanzig Showroom Innsbruck, runs until July 30. We talked about his process, early education, and friendship’s role in the art world.

Vom 15. Juli bis 9. August zeigt die Galerie im Gwölb (Marktplatz 15, 4170 Haslach) die Ausstellung „Stadtgewebe“ von Delphine Léger im Rahmen des Sommersymposiums Textile Kultur Haslach.

Vom 25.–28. Juni zeigt die Angewandte Abschlussarbeiten & Projekte. Der Oskar-Kokoschka-Platz wird zur Bühne der „Monuments of the Future“. Wir sprachen mit Lena Kohlmayr darüber.

The group exhibition „Embodied Rituals“ at Galerie Kandlhofer explores ritual as a transformative, bodily, and aesthetic force, featuring works by D. Huanca, H. Judge H. Nitsch.