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marco jacconi

In den 90er Jahren gehörte er zur Schweizer Graphic Design und Digital Art Avantgarde und beeinflusste eine ganze Subkultur mit seinen Arbeiten, die massgeblich zu einer Schweizer Graphic Design Renaissance beitrugen. Seine damaligen Arbeiten wurden unter anderem neben Werken von Ugo Rondinone und Sylvie Fleury in der Kunsthalle Bern ausgestellt. Seine neuesten Werke aus der Reihe „Shapes of the deep“ wurden im letzten und in diesem Jahr an Ausstellungen in New York, Zürich, Mailand, Shanghai/Singapur sowie São Paulo präsentiert.

marco jacconi
Catharsis, Digital Art auf Fotopapier gedruckt und auf Acrylglas aufgezogen, 2020

Wie entstehen deine Arbeiten? Und wie persönlich sind diese?
Meistens gehe ich so vor, dass ich auf älteren, manchmal unvollständigen Arbeiten aufbaue. Dann beginne ich am Bild zu experimentieren. Dabei gehe ich sehr intuitiv und spielerisch vor. Oft ergänze ich das Werk zusätzlich mit meinen Fotografien. Natürlich beachte ich dabei formale Kriterien zu Form und Farbe für eine Bildkomposition mit spannungsgeladenem Rhythmus. Was mich aber beim Erschaffen eines Kunstwerks vor allem antreibt, ist in geistige Sphären vorzudringen und das geheimnisvolle Unsichtbare sichtbar zu machen. So kann ich Kontemplation und sublime Momente erfahren und ausdrücken. Dies geschieht durch einen intensiven und intuitiven Arbeitsprozess, bei dem das Bild unzählige Metamorphosen durchläuft, bis es seine endgültige Form findet.

Dabei steuere ich diesen intuitiven Schaffensprozess nicht bewusst, sondern begleite ihn vielmehr. Es ist also gleichzeitig eine aktive und passive Arbeit. Es ist eine sinnliche Abenteuerreise mit offenem Ausgang.

Wie bist du zur Kunst gekommen?
Inspiriert durch Giorgio De Chirico, Salvador Dalí und Joan Miró begann ich in meinen 20ern Kunst zu machen und auszustellen. Damals malte ich grossformatige surreale Acrylbilder. Im Sog einer aufkommenden Techno-Bewegung gründeten mein damaliger Geschäftspartner und ich in den 90er Jahren die Designagentur Walhalla. Wir beschäftigten uns vor allem mit progressivem Graphic Design und Digitalart im subkulturellen Bereich. Bis heute fokussiere ich mich auf New Media Art.

Was macht deine Kunst aus?
Wie würdest du sie beschreiben? Eine scharfe Kante zieht sich als Leitmotiv durch alle Bilder. Diese sorgt für Dreidimensionalität und Tiefe. Aus Flächen entstehen abstrakte Landschaften und Schattenwelten. Jedes Bild ist visualisierte Energie: Es ist als würde etwas aus dem Inneren nach Außen dringen —als stünden die Flächen unter Druck. Ich sehe meine Kunst als energetisch, geheimnisvoll, dramatisch und komplex.

marco jacconi
Mosca bianca, Digital Art auf Fotopapier gedruckt und auf Acrylglas aufgezogen, 2020

Was macht dich aktuell glücklich?
Draussen die Sommertage und endlich mehr Freiheiten geniessen. Natürlich freue ich mich besonders auf meine kommenden Ausstellungen und den Austausch mit den Besucherinnen und Besuchenden. Nach dem letzten Jahr ist es schön, endlich wieder an einer Kulturveranstaltung den direkten Kontakt mit Menschen zu erleben.

Was sind Deine (nächsten) Ziele? Woran arbeitest du gerade?
Zurzeit bin ich gerade in Abklärung und Vorbereitung für eine Solo-Ausstellung bei einer renommierten Galerie in Istanbul. Zudem stehe ich im Austausch mit diversen Galerien in Dubai, Monte-Carlo, Marbella und der Schweiz. Und ich arbeite stetig an der Erweiterung der Kunstreihe „Shapes of the Deep“ weiter.

Marco Jacconi – www.marcojacconi.com

Die Künstlerinnen Elena Kristofor und Laura Sperl kennen sich seit zwei Jahren, tauschen sich regelmäßigen aus und sind durch einen lustigen Zufall zur Idee einer Kollaboration gekommen.

Unter dem Titel Märchenwald verwandelte sich der Galerieraum mit Werken von Isolde Tomann und Philomena Pichler zu einem bunten Zusammenspiel zwischen Installation und modernen Märchenporträts.

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was Nähe ausmacht? Nähe ist ein ganz besonderes Gefühl. Sie kann in den unterschiedlichsten Momenten entstehen, wenn wir uns nur auf sie einlassen.

Die Berührungen eines geliebten Menschen, der Geruch des Vertrauten, die Dynamik einer Gruppe. Die Otto-Wagner-Villa, einst bewohnt vom österreichischen Ernst Fuchs, bietet eine perfekt Kulisse.

Darja Shatalova ist eine transdisziplinär arbeitende Künstlerin, mit russischen Wurzeln. Die Grundlage ihrer Arbeiten liegt in Künstlerbüchern, die in raumbezogene Installationen und Langzeit-Performances.

Wir besuchten die neuen Räumlichkeiten des Kahán Art Space im zweiten Bezirk. Ein Einblick in einen Space, der sich vor allem mit den politischen und sozialen Dimensionen der Kunst beschäftigt.

Drei Tage voller Kunst und Kultur: Von 24. – 26. Juni 2021 öffnet der Creative Cluster in Wien Margareten seine Türen: Rund 140 Künstler*innen und Kulturschaffende präsentieren ihre Arbeiten.

Steirische Künstler*innen der Kunstakademie Wien zeigen ihre Arbeiten im Kunsthaus Weiz. Ausstellende Künstler*innen: Nanna Kaiser, Patrick Winkler, Tobias Ehrhardt, Sofie Fatouretchi, Jakob Kolb, usw.

Die Arbeit von Sofia Cruz Rocha spielt innerhalb dieser Konzepte, die in der zeitgenössischen Kunst ausdrückt werden. Aus dem Studium der hermetischen Philosophie entsteht eine eigene Bildsprache.

Das Angewandte Festival findet heuer zum dritten Mal von 29. Juni bis 2. Juli 2021 statt. Wir haben Lena Kohlmayr, Leitung des Kuratorischen Teams, fünf Fragen rund um das Festival gestellt.

In der Ausstellung „Im Schein von Rauch und Flamme“ setzt sich Florian mit zwei Regionen auseinander, die sich durch ihre reiche Naturlandschaft charakterisieren: Tirol und Zentralkalifornien.

Es brodelt wieder in unseren Räumen und aus uns heraus. Seit drei Jahren bildet das Angewandte Festival den Abschluss und Höhepunkt des Studienjahres an der Universität für angewandte Kunst Wien.

„Was macht uns zu Menschen, wie sieht ein authentisches Leben aus, und in welchem Maße spiegelt Kunst das eigene Verhältnis zur Welt“, das sind die Fragen, die Karin Zeiner Salzmann antreiben.

Julian Oberhofer Felderer arbeitet in Wien und Südtirol. In seiner Technik wird ein Realismus angestrebt, der aber durchaus surreal durchbrochen ist und abstrakte Elemente zulässt.

Anne Bengard wurde in Leipzig geboren und lebte in Berlin, bis sie im Alter von 9 Jahren in eine kleine Küstenstadt im Südwesten Englands zog, was zu einer doppelten Erziehung führte.

FJBAUR ist ein Pendler zwischen Kunst und Mode. Seine Objekte sind Resultate einer prozessualen Handschrift, die zwischen Struktur, Ordnung und Offenheit sowie Heterogenität andererseits changieren.

Russischer Ausnahmekünstler Vasily Klyukin stellt erstmals in Wien aus Ausstellung „Civilization. The island of the day before“ im Bank Austria Kunstforum zeigt Querschnitt durch sein Schaffen.

Nachdem Sarah Bzoch mit 15 Jahren die Schule abbrach und eine Ausbildung als Make-up-Artist machte, arbeitet sie nun mit gerade Mal Anfang zwanzig für internationale Größen wie Conchita Wurst.