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der disney killer

Woher kommt der Name Der Disney Killer?
Seit dem unerklärten Tod der Eltern der Zwillinge, isolieren sich Presley und Haley Stray isolieren sich in ihrer Wohnung und leben von Schokolade und Schlaftabletten. Doch beide haben durchgehend Alpträume, darunter Presleys Traum des „Disney Killers“, ein wunderschöner Mörder mit einer Mistgabel, der kleine Kinder tötet. Der traumatisierte Presley, ein mentaler 6-Jähriger aber ein körperlicher 28-jähriger, lässt im Stück einen ähnlichen wunderschönen Mann in die Wohnung, der sich als Cosmo vorstellt. Cosmo Disney. Sein Freund, das ist der Pitchfork. Irgendwo handelt das Stück von Traum vs. Trauma. Das ganze Schokoladeessen killt die Zwillinge doch sie können ohne ihre Drogen ( = Ersatz für jegliche emotionale Ablenkung) nicht in der Welt überleben. Cosmo ist ein Pessimist, der Kakerlaken isst und Homosexuelle vergasen will. Es geht um das Zerfallen von einer idealen Welt und das Übrigbleiben des emotionalen Schadens. Und wie wir damit umgehen. Meiner Meinung nach auch gerade sehr relevant.

Peter Waldert
Presley Stray: Peter Waldert

Warum spielt das Stück um Mitternacht und nicht zu einer ‚normalen‘ Zeit?
Theater kann so vieles. Und am liebsten inszeniere ich Theater immersiv, also bühnenlos. Das Erlebnis ist ganz anderes. Mit Freunde auf Bettdecken sitzen, umgeben von anderen leicht dösenden Fremden, am Wein nuckelnd. Draußen ist es dunkel, da kann alles passieren. Und drinnen entsteht eine ganz neue Welt. Außerdem ist alles um Mitternacht angsteinflößender. Die Müdigkeit wird zur leichten Trance (oder zur hyperaktiven, koffeinierter Vorfreude) und ich bin sehr gespannt diesen Zustand mit meinen SchauspielerInnen und dem Publikum zu erleben! Ist doch viel spannender als normales Theater, brav um halb acht mit nummerierten Plätzen neben leicht hüstelnden Sitznachbarn, der ihr Handy wieder mal nicht ausgeschaltet haben. Außerdem bin ich 1,60 groß und leicht kurzsichtig. If you know, you know.

Inwiefern kommentiert das Stück die Corona-Pandemie?
Dass die Entscheidung, das Stück jetzt aufzuführen, aus unseren kollektiven häuslichen Isolation entstammt, ist natürlich kein Zufall. Die Zwillinge, moderne Hikikomori, verrecken in ihren vier Wänden, haben Angst vor Bakterien, poppen pills zum Einschlafen und reden über die Apokalypse da draußen. Irgendwo ist es schön, mit dem Stück nochmal die Pandemiezeit zu erleben, fast wie eine Gruselgeschichte bei einen Sleepover. Aber natürlich ist das Stück 1991 geschrieben und handelt nicht von dem Coronavirus sondern von Angst und dem Andersartigen. Es beschreibt erwachsene Menschen, die sich wie Kinder benehmen. Kinder, die sich wie Schlangen häuten müssen. Erwachsen sein bedeutet Geld verdienen und nicht Schokolade essen. Das Stück erzählt von einer grausamen Welt, die auch oft unsere eigene Warhnehmung einer bekannteren Realität spiegelt und will aufzeigen.

Julia Hammerl
Haley Stray: Julia Hammerl

Kann ich meine Kinder zum Stück mitnehmen?
Ich denke die Antwort ist sehr offensichtlich „nein“. Das Stück arbeitet mit sehr ernsten und schweren Themen und ist nicht geeignet für Menschen unter 18 Jahre oder für Menschen, die sehr leicht getriggert werden. Es gibt höchstens einen 13-jährigen, den ich das Stück zutrauen würde, aber der ist wirklich die Ausnahme der Ausnahme.

Hast du noch etwas, was du uns erzählen möchtest?
Ich übersetze das Stück und bin im direkten Kontakt mit dem Autor, der sehr hilfsbereit mir jegliche kuriose Fragen zu der Welt der Zwillinge erklärt. Es ist eine große Ehre mit so einen spannenden Autor zusammen zu arbeiten. Als er das Stück zum ersten Mal Anfang der 90er Jahre aufgeführt hat, war die Entsetzung über den Inhalt so groß, dass Menschen nicht nur den Theatersaal verlassen haben, sondern sogar in Ohnmacht gefallen sind. Das find ich mega cool. Deswegen ist es mir auch so wichtig, diese Energie der punk „in-yer-face“ 90er Jahre auch in unsere Inszenierung mit reinzunehmen und nach den Revolutionären, den Authentischen und dem Grausamen stets zu suchen.

Well, it’s going to be a trip.
Absolutely.

DER DISNEY KILLER von Philip Ridley:
Regie & Produktion: Sophie Mashraki, Presley Stray: Peter Waldert, Haley Stray: Julia Hammerl, Cosmo Disney: Vale Zimmemann, Pitchfork & Grafik Design: Irena Pejčić

Kartenpreise (inkl. Wein): 15 – 20€. Reservierungen an derdisneykiller@gmail.com. Dresscode: PJs falls erwünscht. Man kann auch gerne eigenen Bettzeug oder Wein mitbringen.

DER DISNEY KILLER – www.instagram.com/disneyki11er/

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