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MAX FREUND Lieber Gott, ich kann nicht mehr
Ausstellungsansicht. MAX FREUND – Lieber Gott, ich kann nicht mehr

Wenn er etwa ein Bettlaken zum Malgrund umwidmet, einen Putzfetzen vernäht oder bedrucktes Papier auf Leinwand kaschiert, um zwischen Zeichnung und Malerei ein neues Mittelfeld herauszuarbeiten. Das akribische Sammeln und Neudefinieren von Material ist essentiell im Werk Freunds, das Herausarbeiten der Potenziale aus dem scheinbar Unscheinbarem wesentlich.

Max Freund (*1992) ist Maler. Auch wenn sein Tun viele Formen annimmt, die Malerei ist immer Ausgangspunkt des in Wien lebenden und arbeitenden Künstlers. „Arbeit“ ist auch eines jener Schlagwörter das die aktuelle Ausstellung rhythmisiert. In Paraphrasen, Metaphern und Symbolen, die sich dort und da aus der Abstraktion lösen und Gestalten annehmen. Im sprunghaften Dialog wechselt Freund zwischen Figur und Fläche ohne, dass die beiden Komponenten einander den Rang ablaufen, sie koexistieren in Überlappung und Auslassung. Einmal zieht sich die Figur in den Hintergrund, dann wieder setzt sie das Finish, vice versa agieren die abstrakten Elemente, auch wenn sie in den jüngsten Arbeiten an Dominanz gewinnen. Zwischen Aktion und Reaktion, zwischen großer Aufmerksamkeit und bloßer Erschöpfung siedelt sich der Ausstellungstitel „Lieber Gott, ich kann nicht mehr“ und die gleichnamige Werkserie von 2019 an. „Nicht mehr“ kann doppeldeutig gelesen werden, im Sinne der künstlerischen Sackgasse, dem Ende der Fertigkeiten etwa, oder aber auch als Aufgeben, als Kapitulation gegenüber dem Vorwärtsdrang. Dabei dringen die vier Arbeiten der Serie augenscheinlich ineinander und machen begreifbar, was sonst eher subtil geschieht – Freunds Œuvre ist ein fesselnder Fortsetzungsroman, den nicht die Narration diktiert, sondern die Symbolik.

Ausstellungsansicht. MAX FREUND - Lieber Gott, ich kann nicht mehr
Ausstellungsansicht. MAX FREUND – Lieber Gott, ich kann nicht mehr

Es ist ein Konglomerat an Spuren, das Freund anbietet. Spuren aus dem eigenen Atelier, aus der eigenen Biografie, aber auch aus der Kunstgeschichte. Gerade das Textil kann viel von dem auffangen, was Freund festzuhalten versucht. Wo sich Ölspuren in den Stoff fressen, wo der Stoff schwitzt und trieft von den Farben und Gesten, da werden die Verweise auf den Schaffensprozess, der nie ein ganz abgeschlossener ist, deutlich. Max Freund zerschneidet viele Arbeiten, setzt sie neu zusammen, um sie wieder auseinanderzunehmen und erst recht zu vernähen – oft sogar wortwörtlich. Dennoch ist seinen Arbeiten eine Harmonie inne, die sich wohl daraus nährt, dass alles Tun organisch wächst und sich dabei stetig natürlich, eine Querverbindung um die andere, erweitert.

Ausstellung: MAX FREUND Lieber Gott, ich kann nicht mehr
Dauer der Ausstellung: 9. Oktober – 20. November 2021
Vernissage: Samstag 9. Oktober, 12 – 18 Uhr Artist Talk 15 Uhr: Paula Watzl und Max Freund

Adresse und Kontakt:
Elektrohalle Rhomberg
Samergasse 28b, 5020 Salzburg
office@elektrohalle-rhomberg.net
www.elektrohalle-rhomberg.net

Tonight, there is a bright full moon – yes, it is so beautiful. The neighbor is playing a sentimental ballad on his record player. The light that is shining on me fills my heart with happiness.

ECPAT Österreich, eine Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Rechte von Kindern vor sexueller Ausbeutung, unterstützt als Kooperationspartner das Projekt initiiert durch die BONO-Direkthilfe.

Er interpretiert in seinen Arbeiten die inszenierte Fotografie neu. Zum einen gibt er dem Betrachter das Gefühl, nur zufällig Zeuge eines „flüchtigen“ Moments geworden zu sein.

Vom 12. bis 16. Oktober wird das Projekt im school, Grüngasse 22, mit allen entstandenen Designs, begleitet von der Dokumentation des Prozesses und Portraits durch Mafalda Rakoš, präsentiert.

and i‘m sorry for whatever i did is an installation. It consists of three interrelated individual films, each approx. 10 minutes long, which are projected simultaneously in a continuous loop onto three screens.

The role of the fairs has changed a lot over the last few years. The fair as a pure exhibition space, as a place of buying and selling no longer makes sense in a world in search of contents .

Wie wollen wir zusammen leben? Wie sieht die perfekte Stadt aus? Seit drei Jahren beschäftigt sich die Künstlerin Petra Schnakenberg mit dieser Frage und baut Stadtbilder in Miniaturformat.

I turned on the radio. Are you going somewhere in the summer? When i woke up I saw the ocean in front of my eyes. Although most of the islands in the ocean are explored, there are still enough unknown.

Symbole sind wichtig, denn sie konstruieren unseren Alltag: Straßen, Verkehr, den Raum der uns umgibt und unsere Lebenswelt. Durch ein Symbol im öffentlichen Raum erzählen sie Alltagsgeschichte.