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Erwin Wurm, Outdoorsculpture, 126,5x159,1cm
Erwin Wurm, Outdoorsculpture, 126,5×159,1cm

Nun schon 12 Monate, gefüllt mit neuen Begrifflichkeiten und Codes, die wir erst erlernen mussten. Ein ganzes Jahr mit zahllosen Wellen, Mutationen und anderen Quereinsteigern unseres Alltagsvokabulars. Viele unserer Gewohnheiten wurden über den Haufen geworfen. So manches, was vormals als unmöglich galt, ist im Handstreich zur neuen Normalität geworden. Insbesondere zwischenmenschliche Beziehungen verändern sich auf subtile Art und Weise durch den steten Mangel an Körperkontakt. Einfache Gepflogenheiten wie das Händeschütteln zur Begrüßung? Ein No- Go. Jemanden in den Arm zu nehmen? Ein risikoreiches Unterfangen.

Die aus den neuen Realitäten entstandenen Verunsicherungen erzeugen bei vielen ein Hinterfragen der Gegebenheiten. Ein Perspektivenwechsel klingt dabei zwar nach einem optimistischen Versprechen. Aber wo die Wahrheit hinterfragt wird, lauern auch Gefahren.

XUE MU - BD2019 - StarRacing
Xue Mu, StarRacing, 2019

Die Strategien zur Bewältigung der Überwältigung durch unsere Zeit münden dabei nicht selten in Esoterik. Ein Thema, mit dem sich die chinesische Künstlerin Xue Mu ausgiebig beschäftigt. Auf Einladung der Leerstand.Gallery verbringt sie einen Monat in Wien. Dabei arbeitet sie in The Ambassy und wohnt in einem durch das Team der Grätzlhotels revitalisierten ehemaligen Geschäftslokal. In ihrer Serie „Black Bath“ werden die Seifenblasen in einer schwarzen Badewanne zu dramatischen Planetenkonstellationen. „Wenn die allgemeine Logik in der Schwebe liegt, kann jede individuelle Erfahrung mit esoterischen Objekten verbunden werden und umgekehrt“, so die Künstlerin.

Hanakam & Schuller verlassen sich in diesem Kontext auf ihre gründliche Untersuchung der formalen Sprache alltäglicher Gegenstände und befreien diese von ihrem Kontext oder ihren vermeintlich mysteriösen Bedeutungen. Andere Positionen widmen sich der Frage, wie Gesten in der gegenwärtigen Situation ad absurdum geführt werden. Eine Versuchsanordnung diesbezüglich betreibt Erwin Wurm seit vielen Jahren mit seinen One Minute Sculptures. Einen ebenso spielerischen Zugang betreibt Jonathan Meese in seiner Arbeit und weigert sich standhaft, sich von Symbolen oder gar Ideologien vereinnahmen zu lassen. In den abstrakten Arbeiten von Olivier Hölzl treffen unterschiedliche Ideen auf einander und verwandeln sich in einen wilden Strudel aus Impressionen und Assoziationen.

Ausstellung: Bleibt Alles Anders? Strategien zur Realität.
Dauer: Popup-Ausstellung von 31.3. bis 29.4 2021. Dienstag bis Samstag von 14 – 19 Uhr.

Adresse und Kontakt:
The Ambassy (Erdgeschoss)
Beatrixgasse 27, 1030 Wien
www.leerstand.gallery

Ab Freitag, dem 5. März, werden in der Galerie Jonathan Seiffert Arbeiten von sechs Künstler*innen gezeigt, die sich mit den Themenfeldern Mensch und Akt auseinandergesetzt haben.

Mit Anfang März 2021 ist die vierte Ausgabe des Fotomagazins erschienen. Auslöser ist ein zweisprachiges Magazin aus Wien, das sich auf die menschlichen Geschichten hinter der Kamera konzentriert.

Das MuseumsQuartier Wien sticht mit über 4,5 Mio. Besucher*innen als Exempel eines erfolgreichen Kulturareales heraus. Es entwickelte es sich über 20 Jahre weiter und schafft heute Raum für Kreativität.

Das MuseumsQuartier Wien ist das Tor zu Neubau und spiegelt den Bezirk: hier pulsiert das Leben, hier verbindet sich Altbewährtes und Neues. Ein Knotenpunkt für aufstrebende junge Künstler*innen.

Johannes Rass’s intermediale Installation LUMEN greift nicht nur beide Definitionen des Begriffs auf, sie verknüpft und verdichtet sie vielmehr, zu einer ganzheitlichen Raum- und Sinneserfahrung.

Das Repertoire an Arbeiten und Projekten von Johannes Rass lässt sich vordergründig nicht so einfach auf eine künstlerische Position, ein bevorzugtes Material, oder einen ausgewählten Themenkreis beschränken.

Ein Betonsockel, vier Glaswände und eine großzügige gelbe Dachkonstruktion, so konzeptionierte das Wiener Architekturbüro BEHF im Sommer 2011 die »Yellow Box« – ein Projekt der Raiffeisenlandesbank.

Mit der Ausstellung „Guarding Lions“ im Bildraum 01 bietet Elodie Grethen ein modernes Porträt Sarajevos an, eine Hommage an den Kampf der Jugend für feministische und queere Gleichberechtigung.

Der Architekt und Künstler Moritz Berg beschäftigt sich in seiner Arbeit mit der emotionalen Wirkung, die unsere direkte Lebenswelt auf uns hat. Ausgehend von alltäglichen und trivialen Momenten.

Eine in der Kunstwelt unübliche Allianz hilft den Malerinnen Monika Herschberger und Karin Czermak durch die Krise – im Februar ist der gemeinsame „feine Artshop“ online gegangen.

Micha Wille ist in Tirol geboren, wo ihr Onkel im Kaunertal auf dem Bauernhof der Familie seit 40 Jahren die größte Orgel der Welt baut. Im Stall lief immer Ö1. Mit 17 zog sie nach Wien.

„Wir brennen“ denkt die seit März 2020 bestehende Abwesenheit des Theaters bis ins Absurde weiter. Das Kollektiv phunkenwerk stellt sich in der neuen Produktion aktuell die Frage, wie Theater stattfinden kann.

Vom 19.2. – 22.2. begibt sich Luca Mussnig im Raum 8. Für drei Tage sperrt sich der junge Künstler in den Ausstellungsraum für eine Online Performance, namens „Fish in a Tank! Blub?“ ein.

Die Ausstellung zeigt vier künstlerische Positionen aus Österreich, Tschechien und Deutschland, die mit sehr unterschiedlichen Strategien Türen zur Betrachtung der Themen Vergessen und Erinnern öffnen.

Am Ende des unliebsamen Jahres 2020 erschien Stacy Sky mit ihrer ersten Single „Sternenkind“ wie eine Sternschnuppe auf die Erde und zauberte mit ihrer witzig und glitzernden Ästhetik.

Galt das fini einer Malerei durch den Prozess der blaireautage – der finalen Bearbeitung eines Gemäldes mithilfe eines Dachspinsels zur Unsichtbarmachung der handwerklichen Spuren des Malprozesses.

Ab Freitag, den 5. Februar 2021 sind ausgewählte Arbeiten von Barbara Kapusta unter dem Titel „Union“ über die Schaufensterfront des JesuitenFoyer in der Bäckerstraße 18, 1010 Wien zu sehen.