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Portrait von Karen Irmer vor eigener Fotografie
Portrait von Karen Irmer vor eigener Fotografie, Foto: Liesa Aumeier

Karen Irmer sieht sich selbst als Zen-Meisterin des digitalen Zeitalters, indem sie neue Technologien nutzt, um sich ihren Sujets auf meditative Weise zu nähern. Sie verwischt die Grenzen zwischen Fotografie und Videokunst und transformiert schon durch die Wahl des Blickwinkels ihre Aufnahmen in neue, andersartige und extrem atmosphärische Welten. Auf der Suche nach Bild- und Filmmaterial begibt sich die Künstlerin oftmals in karge oder raue Gegenden oder Landschaften die vom Element Wasser eine starke Prägung erhalten haben. Ihre sorgfältige, langsame, meditative Annäherung an die Natur zeigt sich schon in der Anreise – Irmer fährt stets mit Bahn und Schiff, vermeidet die schnelle und umweltbelastende Fortbewegung per Flugzeug. Karen Irmers Entdeckung der Langsamkeit geht auf eine schwere Asthma-Erkrankung in ihrer Jugend zurück. Müde und abgeschlagen beobachtete sie die kleinsten Veränderungen in ihrer Umwelt. Dieses Potenzial des Unscheinbaren schöpft sie in ihrer künstlerischen Arbeit aus.

"Zustand der Veränderung" von Karen Irmer
„Zustand der Veränderung“ von Karen Irmer

Die Erkundung unbekannten Terrains und das damit einhergehende Erspüren der dortigen Atmosphäre ist Grundlage Irmers Arbeit. Deshalb steht am Anfang jeder Arbeit eine intensive Auseinandersetzung mit der Umgebung an. Diese ergründet die Künstlerin wandernd, zuweilen still an einem Ort verharrend. Die langsame Art des Seins im Raum ermöglicht ihr intensiv wahrzunehmen und feinste Veränderungen der Stimmung aufzuspüren.  Die Umgebung rund um den Wörthersee und die nahegelegenen Gebirge bieten diese Möglichkeit der Naturversenkung in hohem Maße an.

Um eine tiefe und reine Sinneserfahrung zu ermöglichen, ist meine Arbeit radikal auf wenige subtile Reize beschränkt, auf die sich der Empfänger in einem geschlossenen Erlebnisraum konzentrieren kann, erklärt die Künstlerin ihren Ansatz.

Demzufolge beginnt Karen Irmer ihren Aufenthalt in Klagenfurt mit ausgedehnten Wanderungen in die angrenzenden Landschaften. Sie ist auf der Suche nach stillen und geeigneten Orten für die Erstellung von Film- und Fotoaufnahmen. Dabei nutzt sie auch eine 360-Grad-Kamera, die einen Rundblick in hoher Auflösung und in Zeitlupe aufzeichnen kann.

"Zustand der Veränderung" von Karen Irmer
„Zustand der Veränderung“ von Karen Irmer

Die aus Deutschland stammende Künstlerin reagiert damit mit Ihrer Arbeit auf eine reizüberflutete Welt, die viele Menschen überfordert und zu ständiger Reaktion herausfordert. „Alles wird immer schneller und lauter, so dass eine sensible Wahrnehmung der Welt immer schwieriger wird.“ 

Die so erstellte Sammlung wird im Atelier im Europahaus gesichtet und zusammengestellt. In enger Zusammenarbeit mit der Stadtgalerie Klagenfurt wird für das Living Studio eine neue künstlerische Arbeit entstehen, die die Grenzen von Bewegt- und Standbild, von zweidimensionalem zu dreidimensionalen Raum auslotet.

Karen Irmer – www.karen-irmer.de

Song Jing, 1983 in China geboren. In Ihrer Ausstellung „Die ungezähmten Haare der Großmutter“ bei Sotheby ́s präsentiert Song ihre namensgleiche Werkserie sowie die raumgreifende Installation „Pearlove“.

In ihrer Ausstellung virtual spiral im Bildraum 01 beschäftigt sich Lydia Nsiah mit den Dynamiken zwischen Körper und Zeit im Film. Digitales Video und abgelaufener 16mm Film bilden das Ausgangsmaterial.

Der Künstler Georg Frauenschuh greift für seine teils großformatigen Malereien auf ein loses Archiv aus gefundenen und selbst fotografierten Bildern und aus Bildern unterschiedlicher Herkunft.

Mit rund 30.000 Teilnehmern im letzten Vierteljahrhundert zählt die KunstAkademie Bad Reichenhall zu den größten ihrer Art in Europa. Untergebracht in der historischen Saline der oberbayerischen Kurstadt.

In der Ausstellung „liquid solidity“ wird der Projektraum Zieglergasse zu einem Ort des Simultanen. Wir entziehen uns der Feuchtigkeit und Kälte von draußen und begeben uns in einen geschützten Innenraum.

Ein wahres künstlerisches Eintauchen in das historische Erbe von Metz, das internationale Festival für digitale Kunst Constellations de Metz richtet sich an alle, indem sie einen kostenlosen Zugang bietet.

Die Hauptskulptur der Ausstellung „Ich Dich Nicht“ ist der “Najadenbrunnen” aus Porzellan, inspiriert vom gleichnamigen Brunnen in Schönbrunn. Diese Arbeit ist im Geiste des Barock entstanden.

Natürlich hat Lea Gudrich eine Künstlerbiografie vorzuweisen, die sie qualifiziert ernst genommen zu werden – Studium der freien Kunst in Rouen, Kunstakademie in Krakau, dann Lehrauftrag in Trier.

Ömer Kaplan ist ein gelernter Bildhauer und Künstler türkisch und deutschen Ursprungs. Er untersucht in seinen skulpturalen und installativen Arbeiten Spannungsverhältnisse unterschiedlichster Art.

Mavie Wallner ist eigentlich in Tirol geboren und lebt seit Beginn ihres Studiums in Wien. Sie studierte Politikwissenschaft und interessierte sich für die unterschiedlichsten Lebensstile in der Gesellschaft.

Indem er die abstrakte Tradition fortführt, trennt Juan Pablo Villacura das Werk von seinem Diskurs, wobei er mit einer absurden humoristischen und alltäglichen Logik das Bild von seinem Titel distanziert.

Mirsini Artakianou ist auf einem kleinen Fischerdorf der Insel Lesbos aufgewachsen. Mit 19 Jahren hat sie angefangen Bildende Kunst und Kunstwissenschaften an der Universität von Ioannina zu studieren.

Die Ausstellung widmet sich anhand von Malereien, Installation und Skulptur dieser Fragestellung. „Wir alle sind es mittlerweile gewohnt in Zeiten, in denen wir von systemrelevantem Verzicht sprechen.