Category

Wien

Category
Julia Brennacher Ausstellungsansicht RLB Atelier Lienz, 2021
Julia Brennacher Ausstellungsansicht RLB Atelier Lienz, 2021

Wesentlich für unsere Ausstellungen im RLB Atelier ist, dass eigens für den Raum konzipierte Projekte entstehen. Dies ermöglicht es Künstler*innen, zu experimentieren und Neues auszuprobieren. Dass das Ausstellen nicht getrennt von den Räumen betrachtet werden kann, in denen es sich vollzieht, ist ein Ansatz, der für viele KünstlerInnen seit den 1970er-Jahren an Bedeutung gewinnt. In diesem Sinne arbeitet auch die Innsbrucker Malerin Julia Brennacher daran, die „Sphäre“ eines Gemäldes durch das Zusammenspiel mehrerer Arbeiten und deren Platzierung im Raum zu erweitern. So stimmt sie meist im Vorfeld einer Ausstellung die jeweiligen Formate der Werke auf den räumlichen Kontext ab und bindet gelegentlich auch skulpturale Elemente mit ein.

Julia Brennacher Ausstellungsansicht RLB Atelier Lienz, 2021
Julia Brennacher Ausstellungsansicht RLB Atelier Lienz, 2021

Der Titel der Ausstellung greift eine Redewendung aus dem Englischen auf: „Painting a bigger picture“. Frei übersetzt bedeutet das, sich ein größeres Bild von etwas zu machen oder auch den jeweiligen Kontext zu berücksichtigen. „Das ist insofern treffend, als die Arbeiten für diese Ausstellung und der Raum – die Gliederung der Wände durch die farblichen Setzungen – als Gesamtinstallation zu verstehen sind“, so die Künstlerin. Wenn man den Titel wörtlich nimmt, wird aber auch ein Prise Humor erkennbar: „Es war eine bewusste Entscheidung, diesmal ausschließlich mit dem kleinen Bildformat zu arbeiten.“ Die Bildlösungen in der Ausstellung wirken auf den ersten Blick heterogen, werden aber durch das Konzept des Ausstellungsdisplays zusammengebunden. „In meiner Arbeit beschäftige ich mich ja grundlegend mit dem Verhältnis sowohl der Einzelwerke zueinander als auch von Bild- und Realraum“, so Julia Brennacher.

Die 1983 in Innsbruck geborene und dort lebende Künstlerin arbeitet mit Rohleinwänden, auf denen sie Öl-, Acryl- oder Sprayfarbe pastos oder luzid in mehreren Schichten aufträgt. Abstrakt oder geometrisch verlaufen und schlängeln sich breite oder dünne Pinselstriche über den Malgrund und erzeugen eine organische Lebendigkeit, die mittels einer malerischen Recherche die Möglichkeiten des Mediums auslotet.

Julia Brennacher Ausstellungsansicht RLB Atelier Lienz, 2021
Julia Brennacher Ausstellungsansicht RLB Atelier Lienz, 2021

„Brennacher vermeidet bewusst Komplexität im Bildaufbau wie in der Motivwahl“, schreibt die Kunsthistorikerin Georgia Holz in ihrem Katalogbeitrag. „Es geht um Re-duktion, die den malerischen Akt selbst ausstellt und nachvollziehbar macht, um Malerei – auf die Unmittelbarkeit ihrer Elemente heruntergebrochen.“ Sie sieht „die Bildlösungen bewusst heterogen angelegt, von präzisen, streng durchdeklinierten Kompositionen bis hin zu intuitiv-spielerischen Zugängen“.

So unverwechselbar wie eigenwillig ist vor allem die Farbpalette der Künstlerin: „Ich verwende kühl leuchtende Pastellfarben ebenso wie Neontöne mit starkem Signalcharakter oder auch die spezielle Qualität der Sprayfarbe mit ihrem Street-Art-Charakter.“ Auf diese Weise entsteht ein ungewöhnlicher Mix aus Farbtönen und Malmaterialien. „Farben haben ja auch assoziativen Charakter und können, ähnlich wie Klänge oder Düfte, an Erinnerungen oder Empfindungen geknüpft sein“, so Brennacher. Durch dieses „unkonventionelle Farbspektrum“ gelinge es der Künstlerin, „populärkulturelle Einflüsse aus Design, Mode oder Architektur als atmosphärische Elemente einzuführen, ohne sie motivisch zu zitieren“, schreibt Georgia Holz.

Künstlerin Julia Brennacher
Künstlerin Julia Brennacher

In Abstimmung mit der für die Ausstellung realisierten fünfzigteiligen Serie hat Julia Brennacher auch erstmals alle Wände der Galerie in unterschiedliche Farben getaucht: Mintgrün, helles Lila, gedämpftes Gelb und zartes Lindgrün. Im Zusammenspiel mit den kleinen Bildformaten entsteht so ein lustvoller malerischer „Bildraum“.

Ausstellung: Julia Brennacher. A Bigger Picture
Ausstellungsdauer: 28. Mai bis 27. August 2021
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.15 Uhr und von 14.00 bis 16.30 Uhr

Adresse und Kontakt:
RLB Atelier Lienz – RLB Kunstbrücke
Johannesplatz 4, 9900 Lienz
www.rlb-kunstbruecke.at

Das Projekt „Digital Frame pt.1“ von Luca Mussnig wird von der Galerie AA Collection auf der Kunstmesse Parallel Editions von 26.5 bis 30.5.2021 im Semperdepot in Wien präsentiert.

Fasziniert von der Sonne, greift sie immer wieder auf grundlegende fotochemische Prozesse zurück, die Fotografie, Haut, Landschaft, Licht und Zeichnung ineinandergreifen lassen.

Die Künstlerin Sara Lanner ist die diesjährige Gewinnerin des H13 Niederoesterreich Preis für Performance. Mit ihrem Projekt MINE konnte sie die vierköpfige Jury überzeugen.

Marie Teufel hat beim 2 Days Animation Festival Online mit ihrem Kurzfilm „The seat of the bus ist still warm as you sit down“ den 1. Preis in der Kategorie Best Austrian Student Animation gewonnen.

SLOW WAVE präsentiert offene künstlerische Begegnungen, die über unsere gegenwärtigen Produktionsweisen in Hinblick auf das Klima im weitesten Sinne und die post-pandemische Ära reflektieren.

Die Galerie Rudolf Leeb versammelt im Bildraum Studio vier aufstrebende Positionen der jungen Wiener Kunstszene. Mit den Mitteln der Malerei und Skulptur beschäftigen sich die Künstler*innen.

From next Thursday Anton Defant is transforming the ALL $OLD OUT gallery space at Burggasse 98 into a flower shop. We are inviting you to experience his latest body of work.

Portrait painting is a mirror of our time and has played an essential role in the history of art since the beginning of artistic forms of expression. Shaped by political and social conditions and influences.

Exakt sieben Minuten liegen zwischen den Geburtszeiten von Michael (10:04) und Thomas (10:11). SEVEN MINUTES erzählt die Geschichte von den Brüdern, die ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Scribbling is primarily a personal, involuntary, and intimate act. In a time of imposed isolation and separation it may be more so, reflecting the private terrain of self-caring strategies.

Daniela Trinkl hinterfragt in ihrer künstlerischen Praxis Themen der Ambiguität. Fasziniert vom Objekthaften, dessen Zweck und Verwendung nicht unmittelbar erkennbar ist, entwickelt sie ihre Arbeiten.

Valentina Schandl ist eine Wiener Fotografin, die sich auf den weiblichen Körper konzentriert und diesen in einen neuen Kontext stellt. Ihre Werke sind aktuell auf der 13th Venice Art Fair zu sehen.

Unter dem Titel „Bubbles and Borders. Boundaries of Digital Freedom“ haben sich elf interdisziplinäre KünstlerInnen mit der aktuellen Thematik der Internet-Zensur auseinandergesetzt.

Nosis neuer Release „Zeitlos“ handelt von Freiheit und Liebe und hinterfragt heutzutage als „wichtig“ angesehene Werte. Er sehnt sich nicht nach Materiellem, sondern nach Ewigkeit.

GYAL beschreibt sich in ihrem Track „Pompeji“ selbst als „kaputte Sehenswürdigkeit“. Viele KünstlerInnen sind gezeichnet und schreiben aufgrund ihrer Erfahrungen Texte.

Die 23-jährige Wienerin TAY-LAH ist eine Sängerin mit kroatischen und nigerianischen Wurzeln. Dieser Background hat ihre Persönlichkeit und ihr musikalisches Schaffen bereits früh geprägt.

Jamais vu, literally means ’never seen‘, is the opposite of déjà vu and implies perceiving something familiar, something you should be accustomed to, as obscure, eerie, and uncanny.

Song Jing, 1983 in China geboren. In Ihrer Ausstellung „Die ungezähmten Haare der Großmutter“ bei Sotheby ́s präsentiert Song ihre namensgleiche Werkserie sowie die raumgreifende Installation „Pearlove“.

In ihrer Ausstellung virtual spiral im Bildraum 01 beschäftigt sich Lydia Nsiah mit den Dynamiken zwischen Körper und Zeit im Film. Digitales Video und abgelaufener 16mm Film bilden das Ausgangsmaterial.

Der Künstler Georg Frauenschuh greift für seine teils großformatigen Malereien auf ein loses Archiv aus gefundenen und selbst fotografierten Bildern und aus Bildern unterschiedlicher Herkunft.

Hilde van Mas began her professional career in ballet, her passion for aesthetics and fashion led her to magazines and photography. Hilde finds her inspiration from her childhood in the theatre.

In der Ausstellung „liquid solidity“ wird der Projektraum Zieglergasse zu einem Ort des Simultanen. Wir entziehen uns der Feuchtigkeit und Kälte von draußen und begeben uns in einen geschützten Innenraum.