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Wer oder was inspiriert dich?

Die Charakteristika diverser Oberflächen ziehen mich stets in ihren Bann. Der spiegelnd-schwarze Glanz von Latexkleidung, die Kühle von Stahl oder ein simpler behaarter Arm. Sie bringen mich dazu, etwas verstehen oder anfassen zu wollen und sind Startschuss für mehr.

Gibt es einen Ort, den du absolut meiden würdest?

Den Billa beim Praterstern am Sonntag (wer Körperkontakt auf engstem Raum mit Fremden sucht wird hier definitiv fündig). Ansonsten spaziere ich überall gerne jederzeit umher.

Welche Plätze liebst du in Wien?

Die Strudlhofstiege im Neunten bei Nacht. Dort lungerte ich in meiner Jugend viele Male beschwipst und grübelnd herum. Und die Dunkelkammer meiner Universität. Ich fühle mich dort im tiefen Rot einerseits sehr gelassen und ruhig, andererseits aber auch etwas ängstlich: Früher stellte ich mir immer vor, dort lebe eine kleine Hexe, die mir beim Arbeiten zusieht.

Welche deiner Arbeit ist die besonders in Erinnerung geblieben?

Meine allererste Skulptur. Diese nähte ich aus den Häuten von rund sechzig Hühnern. Ich fand das damals witzig, meine Professoren und Mitmenschen jedoch nicht. Man nannte mich eine Zeit lang angeekelt bloß Chickenwoman. Auch mit den Vegetariern habe ich es mir damit recht verscherzt, glaube ich.

Meine allererste Skulptur. Diese nähte ich aus den Häuten von rund sechzig Hühnern. Ich fand das damals witzig, meine Professoren und Mitmenschen jedoch nicht.

Welche Künstler*innen bewunderst du?

Eva Hesses und Nathalie Djurbergs organisch wirkende Objekte und Animationsfilme haben mich sehr geprägt. Für mich sind sie Koryphäen des Geschwulstigen, des Intimen und des heimlich Unterdrückten.

Was sind deine nächsten Pläne und wo sind deine Arbeiten zu sehen?

Neben einem Ausstellungsmarathon in den letzten Monate habe ich auch eine Skulptur aus 12.000 Latexfingern geschaffen. Hierfür goss ich täglich meinen linken Zeigefinger zwischen 12 bis 16 Stunden ab. Die Skulptur ist übrigens bis zum 31. Juli in der Galerie Rudolf Leeb im siebenten Bezirk zu sehen. Im Herbst geht es dann mit einigen Projekten und Publikationen weiter. Aber bis dahin genehmige ich mir mal eine lang ersehnte Pause.

Kaja Clara Joo

Nach ihrem Sommerhit »Heiß« erscheint am 15. November die dritte Single »Mädchen aus der U-Bahn«, die dem Publikum der Picobello Live- Shows schon jetzt nicht mehr aus dem Kopf geht.

Nach über einem Jahr, nach über zweidutzend verschiedenen Aspekten der Gleichberechtigung in Form von Gastbeiträgen, nach unzähligen Tipps, Vulva Empowerments und Aktionen.

Clara Khevenhüller wurde in Madrid geboren. Das Heranwachsen inmitten verschiedenster Kulturen hat sie maßstäblich geprägt. Nach ihrer Matura in Österreich hat sie an der École Parsons à Paris studiert und ist letztendlich mit 28 Jahren in Wien angekommen. Das Erlebte spiegelt sich auch in der Vielfalt ihrer Werke wider. Als Künstlerin arbeitet Clara Khevenhüller mit verschiedensten Medien, wobei die zwischenmenschliche Beziehung häufig eine signifikante Rolle spielt. Dies stellt sie oftmals figurativ dar.

Die zweite Ausgabe steht vor der Tür und widmet sich speziell der Kunstszene in Wien und Graz. Neben spannenden Interviews mit Künstlern und Galerien, präsentieren wir auch lebenswichtige Tipps.

Maria Scharl ist Künstlerin und Designerin, die sich fließend zwischen diesen Disziplinen bewegt. Ihre Arbeiten behandeln kulturelle Phänomene, wie den Heldenepos und den Weiblichkeitsmythos.

Kleinstadt – ein leerer Platz, kaum ein Mensch, wenn, dann Alte oder Jugendliche, keine Sehenswürdigkeit, leere Innenstadtgeschäfte, langsamer Verfall, im günstigen Fall der Charme des Morbiden.

Johannes Rass erschafft mit seiner Installationsserie LUMEN „belichtete“ Räume. Er bestückt eine Vielzahl alter Stehlampen mit modernen LEDs und bespielt diese mit Licht- und Sound-Installation.

Trashdog und Alessandra Ljuboje haben sich zusammengetan um eine neue Realität zu erschaffen. Sie – Fotografin, und Er – Illustrator hatten die Idee auf analogen Fotografien eine neue Welt zu kreieren.

Wir haben die junge Wiener Schauspielerin Lia Wilfing getroffen und mit ihr über ihre Eindrücke vom Filmfestival in Cannes, die Dreharbeiten mit Martin Monk und ihre zukünftigen Pläne gesprochen.

Schon als Dreizehnjähriger hat BIBIZA begonnen, in seinem Zimmer Beats zu produzieren. Weil seine Eltern ein Problem mit dröhnenden Bässen hatten, zog der Rapper aus Mariahilf mit seinem Studio in den Keller.

Als anonymes Alter-Ego eines 35 Jährigen Wieners muss er keine überinterpretierte Konzeptkunst produzieren und sich keine Gedanken über Urheberrechtsverletzungen machen, wenn er Bilder auf Google klaut.

Nach ihrem Schulabschluss begann Nana Mandl ihr Studium an der Angewandten. Anfänglich wollte sie nie in Wien bleiben und musste auch immer wieder verreisen, um zu begreifen, was die Stadt bietet.

Martin Kaltner, Wendelin Pressl und Rene Berghold präsentieren ab 10. Juli (Vernissage 19:00) im Schaufenster des Wiener Kultclubs Elektro Gönner eine luftige Installation aus Österreich Flaggen.

Diese konzeptionelle Arbeit von Carlotta Luisa Kelber unterstreicht das Gewicht, welches unterschiedliche Männer an Probleme und Normen tragen, die mit ihrer Männlichkeit in Zusammenhang stehen.

Martin Monk ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor englischer und russischer Herkunft. Die Analogfotografie inspiriert maßgeblich seine filmische Arbeit und sein Schaffen.

Die Kloss Brüder Enzio & Hieronymus stellen aus in Wort und Bild. Ein erster Versuch, den Weg auch veräußert gemeinsam zu gehen, anstatt im Verborgenen für sich zu schöpfen.