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Wir haben keine Ahnung, welche Bedeutung die Trennflächen haben, denen wir jetzt unsere Aufmerksamkeit schenken. Wenn ein spärlicher Kontakt dazu führt, dass eine Verfestigung des Alleingangs stattfindet, konzentrieren sich die jeweiligen Körper mehr auf ihr eigenes Dasein, als dass sie sich dem Außen öffnen. Der Körper braucht die Ausdehnung, er hat Spielgelenke, die bewegt werden wollen, er kann nicht nur zu sich selbst stehen. Dennoch entwickeln sich Bewegungen ins Gemeinsame, wenn auch im Alleingang. Fabricius versammelt im Bild und vereint das Zusammenkommen, das Miteinander, das in Einsamkeit nicht stattfinden würde.

Über die Künstlerin:
Die in Wien lebende Künstlerin Anne-Clara Stahl entwickelt in ihren Malereien das Aufeinandertreffen von Körpern. Dabei sieht und behandelt sie das Werk stets als ihren Gegenüber. Die Zeichnung und die Malerei werden so zu Mitspielerinnen in einem Arbeitsprozess, der meist in einer räumlichen Stille stattfindet. Jedes Werk wird innerhalb dieses Prozesses nach und nach zu einer Persönlichkeit. Anne-Clara Stahl vergleicht das Zusammenkommen mit den entstehenden Arbeiten, mit einer immer wiederkehrenden Verhandlung von Beziehung. Es entstehen Sehnsuchtsorte, die aus einer Zustandsbeschreibung heraus aufkommen. Im letzten Jahr ging es vermehrt um das Aufspüren von stillgelegten Bewegungen und Beziehungen. Die neu empfundene zwischenmenschliche Distanz, sowie eine wachsende Tendenz zum Alleingang zeigen sich in der malerischen Auseinandersetzung und werden damit zum Zeugen einer bestimmten Zeit. Damit haben vor allem die Arbeiten aus dem letzten Jahr einen großen Zeitbezug. Grundsätzlich interessieren Stahl menschliche Konstellationen, Verbindungen, das Zusammenkommen und das Abdriften. Dabei analysiert sie Verhältnisse, Distanzen und Verschmelzungen. Malen beschreibt Anne-Clara Stahl als das Aufeinandertreffen von Rastlosigkeit und Präzision, das Treffen von Geduld und Eifer.

Wenn ich male, bin ich dabei sehr bedacht, versuche ein Gleichgeweicht herzustellen und mich auf Dinge einzulassen die währenddessen passieren. Das ganze ähnelt einem Beziehungsgeflecht. Eine Intention könnte sein, diesem Verhältnis näher zu kommen, es zu denken und auch darüber zu schreiben.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der sprachlichen Annäherung mit der Malerei. Dieser drückt sich in kleineren Textarbeiten, sowie begleitenden Niederschriften aus. Solche Textfragmente hegen nicht den Anspruch, das Wesen der Malerei sprachlich zu bestimmen. Sie sind vielmehr ein Versuch, das Wort auf eine ähnliche Weise zu behandeln wie das Bild. Sie gleichen einander also mehr, als dass sie sich gegenseitig bedürfen.

Die Arbeit im Atelier erlebt Anne-Clara Stahl als regelmäßige Reise an einen Ort, an dem zunächst jegliches Denken eine Daseinsberechtigung hat, um im Weiteren zu einer Mission zu werden. Die Malerei wird dort zum Zeuge und Hauptakteur dieser Gedanken. Neben der Malerei auf Leinwand arbeitet Anne-Clara Stahl viel auf Holztafeln, in die sie Zeichnungen hineinritzt. Das Zeichnen wird dadurch zu einer sehr körperlich aktiven Handlung. Meist sind die Arbeiten in Stahlrahmen gefasst. Dieser Materialkontrast thematisiert die Rahmung und die dadurch entstehende Differenzierung des Werkes. Anne-Clara Stahl erarbeitet in ihrer Malerei Gleichungen eines zeitlichen Geschehens. Die Arbeiten sind somit Annäherungen an eine Zustandsbeschreibung einer sich vereinzelnden Gesellschaft und einer sichtbar werdenden Körperlosigkeit.

Anne-Clara Stahl – www.anneclarastahl.de

In der Malerei von Emma Kling verfangen sich Erfahrungen und Momente in ihren Darstellungen diverser Textilien. Stoffe, in ihren unterschiedlichsten Formen, begleiten uns Menschen rund um die Uhr.

Marlies Wirth und Tevž Logar kuratieren Sondersektionen der Kunstmesse. Bei der Premiere von 24. bis 27. Juni 2021 werden insgesamt 40 Galerien für Solopräsentationen in den Sondersektionen eingeladen.

Die Produzentengalerie Wien ist eine von zehn Künstler*Innen selbst geführte Kunstgalerie, in der die Mitglieder selbst die eigenen Ausstellungsprojekte kuratieren und präsentieren.

5 Kunst-Stadtwanderwege in Wien zu Fuß erkunden. Alle Wanderwege starten an markanten Orten in Wien, sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und führen wieder zum Ausgangspunkt.

An Interactive sound installation by Barbora Horská (in collaboration with children from segregated Roma community). She presented her diploma project about segregation, sound and recycling.

Künstler*Innen haben seit jeher mit Trash, Abfall, Second-Hand-Materialien gearbeitet – sei es aus finanziellen, praktischen Gründen, oder dem Anlass heraus, sich von der „hohen Kunst“ abzuwenden.

EMBRACE ME ist eine Serie an Bildern, die sich mit Gender-Nonkonformität und Queerness auseinandersetzt. Sie zeigt phantasievolle Landschaften und hybride Repräsentationen von Körpern.

Jede künstlerische Arbeit ist für Julius Werner Chromecek eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Geschichte, der zurückliegenden und der kommenden. Die Fotografie kommt ihm da ideal entgegen.

Das Kunstjahr wird von 24. – 27. Juni 2021 erstmals in Wien eröffnet. In der Marx Halle zeigen österreichische Galerien gemeinsam mit internationalen Galerien rund 85 Solopräsentationen.

11 Objekte der Willhaben-Kategorie ZU VERSCHENKEN werden von 11 Künstlerinnen und Künstlern de-kontextualisiert, umgebaut und neu inszeniert: Eine Gegenüberstellung zwischen Kunst und Nutzen.

Nach 4 Jahren als Managerin und Inhaberin einer Verzinkerei machte Margund Lössl ihre Passion zur beruflichen Tätigkeit und eröffnete 1998 die am Traunsee in Gmunden gelegene Galerie 422.