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Johanna Reich, RESURFACE, Sofie Ribbing, courtesy Galerie Priska Pasquer, © Johanna Reich, VG Bild-Kunst Bonn, 2021
Johanna Reich, RESURFACE, Sofie Ribbing, courtesy Galerie Priska Pasquer, © Johanna Reich, VG Bild-Kunst Bonn, 2021

Die an BEUYS & GIRLS Beteiligten treten interdisziplinär auf. In ihrem Polaroid-Projekt RESURFACE erweckt Johanna Reich die vergessenen Künstlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts wieder zum Leben. Die Ausstellung stellt schwerpunktartig Fachfrauen der Düsseldorfer Malerschule vor. Ergänzend präsentiert eine umfassende Videoprojektion alle von Reich „entdeckten“ weiblichen Kunstschaffenden. Marleen Rothaus erforscht in ihrer künstlerischen Arbeit die Schnittstelle von Kunst und politischem Aktivismus. Neben ihrer zu politischen Bannern transformierten Malerei zeigt Curated Affairs die Videodokumentation der künstlerischen Protestaktion Solange bleib ich Feminist:in im Schaufenster des NAILS projectroom. Magdalena Kitas provokativen Siebdrucktücher werfen Fragen auf: Was ist feminin? Was ist maskulin? Und geht der Suche nach, ob Kunst ein Geschlecht benötigt. Ist BEUYS & GIRLS eine Instrumentalisierung des Beuys’chen Schaffens? Vielleicht. Höchstwahrscheinlich. Sicherlich ja. Hätte der Künstler was dagegen? Vermutlich nein.

Diese Ausstellung ist wohl die einzige, die keine Kunstwerke oder persönliche Gegenstände des Künstlers zeigt und es dennoch geschafft hat, auf beuys2021.de gelistet zu werden.

Die immerwährende Debatte um die Benachteiligung von Frauen im Kunst- und Kulturbetrieb richtet sich nicht gegen Künstler. Die mangelnde Gleichberechtigung ist ein strukturelles und gesellschaftliches Problem – betonen die beiden Kuratorinnen.

„Wenn eine gleiche Anzahl talentierter junger Frauen und Männer an der Akademie aufgenommen wird und diese, wie aktuell, in einem mehr oder weniger fifty-fifty Verhältnis abschließt, fühlt sich die spätere Verteilung der Sichtbarkeit, die anschließende Vertretung in Galerien, die Präsenz auf Messen, in Museen, an Universitäten und in der Presse wie eine brutale Absprache des eigenen Talents an. Ist es wirklich das, was uns der Ausstellungsbetrieb, der Handel, die Kunstberatung und schließlich auch die Kritik sagen wollen? Dass Abschlüsse, Diplome, Ehrungen als Meisterschüler*innen in Bezug auf das Geschlecht weniger wert sind?“ setzen sie weiter fort. Um diese Ungleichheit physisch erfahrbar zu machen, führen Curated Affairs gemeinsam mit Maren Knapp Voith am Eröffnungstag von BEUYS & GIRLS eine Einlassregel ein. Angelehnt an die 20-prozentige Sichtbarkeit der Kunst von Künstlerinnen in deutschen Museen, kann ein Mann den Projektraum erst betreten, wenn dort bereits vier Frauen anwesend sind. „Wir hoffen, dass unsere männlichen Kollegen Verständnis für diese eintägige Maßnahme haben werden. Denn genau so fühlt sich eine strukturelle Selektion bereits buchstäblich an der Türschwelle an, wie sie Frauen bzw. Künstlerinnen erleben“ – kommentieren Lorenc und Trojnarski.

Ausstellung: BEUYS & GIRLS mit Magdalena Kita, Johanna Reich und Marleen Rothaus
Dauer der Ausstellung: 05. Juni – 10. Juli 2021
Eröffnung: Samstag, 05. Juni 2021, 14-20 Uhr

Adresse und Kontakt:
NAILS projectroom
Birkenstrasse 61, 40233 Düsseldorf
www.curated-affairs.de, www.nails-room.com

Valentina Schandl ist eine Wiener Fotografin, die sich auf den weiblichen Körper konzentriert und diesen in einen neuen Kontext stellt. Ihre Werke sind aktuell auf der 13th Venice Art Fair zu sehen.

Unter dem Titel „Bubbles and Borders. Boundaries of Digital Freedom“ haben sich elf interdisziplinäre KünstlerInnen mit der aktuellen Thematik der Internet-Zensur auseinandergesetzt.

Nosis neuer Release „Zeitlos“ handelt von Freiheit und Liebe und hinterfragt heutzutage als „wichtig“ angesehene Werte. Er sehnt sich nicht nach Materiellem, sondern nach Ewigkeit.

Ein Besuch bei der Malerin an ihrem Arbeitsplatz in der kleinen Stadt Speicher. Ein Besuch auf dem Land. In der Südeifel, nahe der luxemburgischen Grenze. Ein Film von Thomas Urbany.

GYAL beschreibt sich in ihrem Track „Pompeji“ selbst als „kaputte Sehenswürdigkeit“. Viele KünstlerInnen sind gezeichnet und schreiben aufgrund ihrer Erfahrungen Texte.

Die 23-jährige Wienerin TAY-LAH ist eine Sängerin mit kroatischen und nigerianischen Wurzeln. Dieser Background hat ihre Persönlichkeit und ihr musikalisches Schaffen bereits früh geprägt.

Song Jing, 1983 in China geboren. In Ihrer Ausstellung „Die ungezähmten Haare der Großmutter“ bei Sotheby ́s präsentiert Song ihre namensgleiche Werkserie sowie die raumgreifende Installation „Pearlove“.

In ihrer Ausstellung virtual spiral im Bildraum 01 beschäftigt sich Lydia Nsiah mit den Dynamiken zwischen Körper und Zeit im Film. Digitales Video und abgelaufener 16mm Film bilden das Ausgangsmaterial.

Der Künstler Georg Frauenschuh greift für seine teils großformatigen Malereien auf ein loses Archiv aus gefundenen und selbst fotografierten Bildern und aus Bildern unterschiedlicher Herkunft.

In der Ausstellung „liquid solidity“ wird der Projektraum Zieglergasse zu einem Ort des Simultanen. Wir entziehen uns der Feuchtigkeit und Kälte von draußen und begeben uns in einen geschützten Innenraum.

Ein wahres künstlerisches Eintauchen in das historische Erbe von Metz, das internationale Festival für digitale Kunst Constellations de Metz richtet sich an alle, indem sie einen kostenlosen Zugang bietet.

Die Hauptskulptur der Ausstellung „Ich Dich Nicht“ ist der “Najadenbrunnen” aus Porzellan, inspiriert vom gleichnamigen Brunnen in Schönbrunn. Diese Arbeit ist im Geiste des Barock entstanden.

Natürlich hat Lea Gudrich eine Künstlerbiografie vorzuweisen, die sie qualifiziert ernst genommen zu werden – Studium der freien Kunst in Rouen, Kunstakademie in Krakau, dann Lehrauftrag in Trier.

Ömer Kaplan ist ein gelernter Bildhauer und Künstler türkisch und deutschen Ursprungs. Er untersucht in seinen skulpturalen und installativen Arbeiten Spannungsverhältnisse unterschiedlichster Art.

Mavie Wallner ist eigentlich in Tirol geboren und lebt seit Beginn ihres Studiums in Wien. Sie studierte Politikwissenschaft und interessierte sich für die unterschiedlichsten Lebensstile in der Gesellschaft.