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Es geht ihr um eine Konfrontation zwischen Selbstfindung und Erotik, fetischisierender Kunst und Teenagerkitsch, dirtyness und pureness.

Kunst darf laut sein, sie darf verstören und muss nicht gefällig sein. Wie siehst du deine Aufgabe als Künstlerin?
Kunst soll sogar laut sein, ebenso wie sie immer eine Funktion haben soll. In meinen Werken sollte der Rezipient provoziert werden: Irritation und Konfrontation zwischen Pureness mit dirtiness, Selbstfindung und Erotik und fetischisierenden Ansätzen und Teenagerkitsch.

Irritation und Konfrontation zwischen pureness mit dirtiness, Selbstfindung und Erotik und fetischisierenden Ansätzen und Teenagerkitsch.

Was verbindest du mit dem menschlichen Körper?
Mensch bedeutet für mich eine unumgängliche Verbindung aus Körper und Geist. Der Mensch ist für mich einerseits eine hochintelligente Spezies, der durch seinen Körper und Geist eine Art mythische Aura ausstrahlt. Die Einzigartigkeit des menschlichen Körper und des Ichs liegt im Verborgenen. Mein Interesse widmet sich diesem. Bei Betrachtung der Entwicklung mit dem Umgang von Natur und anderen Lebewesen frage ich mich andererseits wo diese Intelligenz bleibt. Der Mensch muss verstehen, dass die Natur heilig ist. Sie ist der Ursprung unserer Selbst und alles Lebens. Auch die Kunst findet ihren Ursprung in der Natur. Sie ist das mächtigste Kunstwerk. Viele Menschen haben keinen Bezug mehr zu ihr.

Was symbolisieren die Geschlechtsteile in deiner Kunst?
Performativität. „Man wird nicht als Frau geboren, man wird zur Frau gemacht.“ Dieses Zitat von Judith Butler hat in mir viele Fragen aufgeworfen. Was bedeutet es für mich Frau zu sein? Kann ich mich davon lösen? … Diese und andere Fragen versuche ich unter anderem mit der Darstellung von Geschlechtern in meinen Werken zu reflektiere und zu untersuchen.

Wenn man sich für die Künstlerschaft entscheidet, entscheidet man sich für eine ganz bestimmte Lebensform.

Wie sieht dein kreativer Schaffensprozess aus?
Wenn man sich für die Künstlerschaft entscheidet, entscheidet man sich für eine ganz bestimmte Lebensform. Es geht um ein tägliches Untersuchen, Beobachten, Visualisieren und Reflektieren von Dingen und diesen Prozess mental und emotional zu verfolgen. Es geht um das Auskosten seiner schöpferischen Phantasien.

Was sind für dich persönlich die moderner Konventionen?
Es bedeutet für mich die (Selbst-) Unterwerfung an Regeln, die von einer Gruppe von Menschen (Staat) entwickelt werden. Hier könnte man folgend auch über den Subjektivierungsprozess sprechen. Es ist ein komplexes strukturelles Problem. Es geht immer um Machtverhältnisse. Eine Enttrichterung der Trichtergesellschaft durch eigene Sprechpositionen, Problematisierens, dem Erschaffen von Kunst und der Freiheit der Imaginationen wäre ein Problemlösungsansatz.

Hast du eine Vorliebe für Punschkrapfen?
Nicht wirklich, Erdbeertorte finde ich mindestens gleich lecker.

ines kaufmann interview
Künstlerin: Ines Kaufmann

Wie nützt du die Zeit in Isolation?
Es ist für mich ein Versuch diese surrealen Zustände zu nutzen um die Vorstellung von Welt zu reflektieren und diese in meinen kreativen Selbsterkundungsprozess zu konstituieren. Die Zeit als Instanz hat in der Isolation eine neue Form angenommen. Für mich ist es eine Art Transformation zur Neudefinition meiner Selbst. Man hat nun Zeit seine positiven und versteckten Charakteristika zu erweitern, wenn man die Intension dazu hat. Für mich bedeutet das: Meditieren, Malen, Lesen, Natur beobachten und Wissen erweitern.

Was wünscht du dir für das Jahr 2020?
Der Wunsch, dass der Mensch sich intensiver mit Natur und Leben auseinandergesetzt und nicht ständig mich sich Selbst.

www.ineskaufmann.at

Was bedeutet das Hungern in der Kunst? Die immerwährende Phrase der „brotlosen“ Künstler? Die idealisierende Vorstellung eines armen, sich selbst genügendem Kunstschaffenden mit dem leeren Magen?

Zwei Mal im Jahr werden die von Rudolf Schindler geplanten Mackey Apartments Schauplatz von Gruppenausstellungen (inter)nationaler Künstler und Architekten der „MAK-Schindler-Initiative“.

Anne-Clara Stahl, geboren in Düsseldorf, lebt und arbeitet in Wien. Ihre Arbeiten bewegen sich im Bereich Zeichnung und Malerei. Dabei liegt ein Schwerpunkt im räumlichen Umgang mit Bild.

Tamara Malcher (geboren 1995) lebt und arbeitet in Münster, Deutschland. Neben fluoreszierenden Pflanzen-Teilen begegnen wir in ihren Malereien einer Vielzahl bewegter Körper in überhitzter Farbigkeit.

Viral theatre ist eine Plattform, um Theater in der Zeit der Krise und des Virus möglich zu machen. Wir machen Theater mit den theatralen und technischen Mitteln, die uns zur Zeit zur Verfügung stehen.

Die Zeit, in der wir leben. »Unser Planet krepiert, doch zählen tut etwas ganz anderes.« Ein Umstand, der den in Graz lebenden Künstler Klaus Wanker zu seinen jüngsten Arbeiten bewegte.

Jahrelang wurde er belächelt: Der nerdy »Tourist Chic«. Seit längerem jedoch sind Fanny Packs, Jogginghosen und Adiletten nicht mehr aus der gut sortierten Garderobe wegzudenken.

Katharina Stadler, geboren 1995 in Oberhausen, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Nachdem sie drei Jahre bei Prof. Andreas Gursky studierte, ist sie seit 2018 Schülerin von Prof. Thomas Scheibitz.

Wir haben uns die diesjährige Diagonale zum Anlass genommen unser Magazin in Graz zu präsentieren und mit euch zusammen bis zum Filmriss zu feiern. Nehmt eure Frens bei der Hand.

Die aktuelle Ausstellung „Raumblenden“ in der Galerie Rudolf Leeb setzt sich mit dem Dispositiv von Raum und seiner Konstituiertheit auseinander. Welche Möglichkeiten gibt es, um Räume darzustellen.

Der in Graz lebende Künstler Franz Konrad beschäftigt sich in seinen Werken mit der idealistischen Seite der Architektur und erzählt Geschichten von Politik bis hin zu Raritäten des Alltags.

Felix Gerber ist mit dem Internet aufgewachsen und nutzt all seine Facetten als Inspiration. Er setzt sich intensiv mit der digitalen Umwelt auseinander und verarbeitet Symbole dieser als Markenzeichen seiner Arbeiten.

Die Künstlerin Elisa Alberti, geboren 1992 in Kiel, wuchs in Südtirol als Tochter einer Künstlerin und eines Künstlers auf. Kunst ist somit immer ein omnipräsenter Aspekt ihrer Kindheit gewesen.

Die mit Plastiktüten collagierten und bemalten Kinobanner visualisieren den Konflikt zwischen Mensch- und Menschengemachtem. Dieser beinhaltet einerseits die Nicht-Identifikation oder die Separation.

Die WERKSCHAU versammelt Arbeiten der Künstler*innen des Schaumbads und gibt Einblick das freien Atelierhauses. Sie spiegelt die polymorphe Mischung der Künstler*innen aller Sparten wider.