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Veronika Beringer Tirol
leaning on something unstable and realizing you’re actually floating, 2018, oil on canvas, 160 x 120 cm

In ihrer künstlerischen Praxis erstellt sie analoge sowie digitale Collagen, die sie in Ölmalerei oder Keramik-Arbeiten übersetzt. Bei dieser Übersetzungsarbeit legt sie viel Wert darauf, die Qualität der einzelnen Elemente beizubehalten — wie zB. die Struktur, Beschaffenheit der Oberfläche oder Höhenunterschiede. Die Einzelteile ihrer Collagen werden immer weiter fragmentiert. Durchleben diverse Prozesse, beziehen sich auf Voriges, verschmelzen miteinander oder schweben teils komplett identitätslos und entwurzelt im Raum. Diese Anhäufungen von Elementen sind als Analogie zu unserer eigenen Identität zu lesen. Sie verkörpern den Wunsch nach einer gefestigten und vollen Identität. Was letztlich jedoch eine Illusion bleibt, weil sich alles ständig neu formt und verändert.

Du hast gerade dein Studium abgeschlossen. Was kommt jetzt?
Der Abschluss eines Studiums bedeutet immer, einen Abschnitt im Leben zu beenden und einen neuen zu beginnen – das ist etwas das primär gedanklich passiert. Denn im Grunde werde ich gleich weiter arbeiten wie vorher. Nur das Etikett „Studentin“ wird wegfallen und das Umfeld wird sich ändern, weil ich mir nun Werkstätte und ein Atelier außerhalb der Universität suchen werde. Für mich bedeutet das Leben aber im allgemeinen Veränderung, die wird uns ständig begleiten. Ich werde also einfach mal schauen, wo es mich hintreibt. Außerdem stehen mir nun wieder alle Möglichkeiten offen. Ich würde sehr gerne reisen und mich für Residencies bewerben. Hoffentlich wird dies bald wieder möglich sein.

Identität. Was bedeutet Identität für dich?
Identität ist für mich etwas wandelhaftes, etwas das nicht fixiert ist, weil im Grunde nichts auf der Welt fix ist, alles verändert sich ständig. Natürlich gibt es für den Menschen bestimmte Parameter und moralische Werte anhand derer er eine gewisse Persona für sich konstruiert. Aber auch diese Parameter verändern sich. Wir leben in einer Gesellschaft, wo wir uns stetig gegenseitig beeinflussen und uns auch gemeinsam entwickeln. Manche Menschen konstruieren ihre eigene Identität durch Abgrenzung zu anderen. Das kann leider auch in Hass ausarten. Es wäre schön, wenn der Mensch endlich erkennen würde, dass wir alle prekär leben, weil wir alle endlich bzw. sterblich sind – egal ob reich oder arm, männlich oder weiblich, religiös oder atheistisch oder sonst irgendwelche von uns erstellte Kategorien.

Veronika Beringer – www.vibia.at

Roland Reiters Installation Twins zeigt zwei miteinander verschweißte, goldverspiegelte Lamborghini Sportwagenkarosserien im Schwebezustand. Der Blick wird auf den Betrachter zurückgeworfen.

Miriam Hamann ist bildende Künstlerin und lebt in Wien. Sie studierte Transdisziplinäre Kunst an der Universität für Angewandte Kunst, davor Kunst und kommunikative Praxis, u.a. bei Erwin Wurm.

Lena Feitl beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit hauptsächlich mit Themen wie Sein, Vergänglichkeit und Transformation. Die Künstlerin ist fasziniert vom Unscheinbaren und Unsichtbaren.

Die Universität für angewandte Kunst Wien setzt sich vehement dafür ein, den durch die aktuelle Situation massiv beschränkten Produktionsbedingungen im Kunstbereich entgegenzuwirken.

Fluidity seems to be an important term of our times. Fluid identities, information flood, money flow, infinite scrolling, Bilderflut, switching from one language to another. Allround Schwimmer sein.

Kalina Horon (geb. 1992) stammt ursprünglich aus Sosnowiec, einer Industriestadt in Polen, in der sie aufgewachsen ist. Ihre Kindheit und Jugend bestand hauptsächlich aus Zeichnen.

Vom Mut, unangepasst zu sein. Die wilde zeichnerische Welt des Marco Prenninger. „I am totally serious about my unseriouness“, steht neben einem seltsamen quallenartigen Wesen mit Augenbinde zu lesen.

Inflationär verwendete Begriffe wie „Isolation“ oder „neue Normalität“ wurden über die Medien wie die Schirmflieger eines Löwenzahns in die Bevölkerung gestreut, ohne einen Moment innezuhalten.

Jasmin Edelbrunner, bildende Künstlerin, lebt und arbeitet in Wien. Sie diplomierte 2016 in der Klasse für bildende Kunst – Grafik an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Omar El Lahib geboren am 23.03.1986 in Sidon/Libanon, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei und Grafik. 2019 machte er seinen Meister Schüler, 2020 Schloss er die Akademie ab.

Für die französische Künstlerin Vethan Sautour ist Kunst eine Möglichkeit einem Publikum Ideen und Konzepte zu übermitteln. Sie arbeitet in diversen Disziplinen unter anderem Malerei und Video.

Yuma Radne ist eine Russische Künstlerin aus Burjatien. Die 19-jährige hat an der Stieglitz Akademie Monumentale Kunst studiert und wird momentan an der Kunstuniversität Linz unterrichtet.

Petra von Kazinyan ist gebürtige Deutsche und lebt seit Jahren in Wien. Die Werke der Künstlerin und Philosophie-Absolventin waren bereits in zahlreichen Ausstellungen und auf Kunstmessen zu sehen.

Marleen Rothaus ist Malerin, feministische Aktivistin und Sozialarbeiterin in Köln. Im Februar hat sie ihre Abschlussarbeiten beim Rundgang an der Kunstakademie Düsseldorf gezeigt.

Schatten spielen Musik. Manchmal tanzen sie auch. Zu Mittag sind sie kurz, am Abend sind sie lang. In der Nacht können sie sogar unheimlich werden. Schatten sind zwei Brüder.