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Durch die Thematisierung der Geschlechterrollen, Sexualisierung und stigmatisierten Rollenverteilung in unserer »modernen« Gesellschaft gelingt es ihr immer wieder einen öffentlichen Diskurs zu starten. Dank der Vielseitigkeit der Künstlerin werden komplexe Inhalte in ihren Werken für eine breite Masse erfahrbar und suchen so immer einen gesellschaftlichen Appell zu erreichen. Dies gelingt Julia Bugram vor allem durch ihre interdisziplinäre Arbeitsweise. Indem sich die Künstlerin nicht auf bestimmte Materialien beschränken lässt, entwickelt sich eine nahezu greifbare Unmittelbarkeit, die ihre künstlerische Position, spezifische Themenkomplexe und gesellschaftlich Missstände in ihrem Oeuvre unmissverständlich preisgeben. Von Grafiken über installative Objekte, bis hin zu partizipativen Projekten bedient Julia Bugram ein breites Spektrum und ist so in der Lage unterschiedliche Sujets zu bearbeiten und in Szene zu setzen.

Vor allem jene gemeinschaftlich partizipativen Aktionen unterstreichen den Grundtenor ihrer künstlerischen Arbeit. Mit Projekten wie Achtung Ameisen!, Verbindlichkeiten oder »Geschichten aus Kirchberg« ist es ihr in jüngster Vergangenheit bereits gelungen im Zuge einer kooperativen, gemeinschaftlichen künstlerischen Praxis Menschen zu verbinden und einander näher zu bringen.

Nun dürfen wir uns im Jahr 2022 auf die Präsentation und den Abschluss eines weiteren Projektes freuen. Unter dem Leitsatz »Miteinander. Unmögliches. Erschaffen.« entsteht seit 2019 das partizipative Projekt Raising Hands. Im Zuge dieses Projekts sammelt Julia Bugram eine Million 1-Cent-Münzen, um diese in einer zweieinhalb Meter hohen und drei Meter breiten Skulptur zu verarbeiten. Ermöglicht wurde dieses Vorhaben durch eine Vielzahl an Unterstützer*innen, einem Crowdfunding, sowie einem Finanzierungszuschuss. Mit Hilfe all jener entstehen zwei ineinandergreifende Hände als Zeichen der Gemeinschaft und Verbundenheit.

Für die Künstlerin steht hier klar das Miteinander im Zentrum, denn gemeinsam ist alles möglich. Auch in Anbetracht der Pandemie und der sozialen Isolation soll dieses Projekt einen positiven Blick in die Zukunft geben, um wieder gemeinsam Hand in Hand für eine gerechtere, sozialere und fortschrittlichere Gesellschaft einzustehen.

Link zur LNR Sonderausgabe. Raising Hands

Raising Hands – www.raisinghands.net

Florian Donnerstag aus Oberösterreich hat bis 2015 in Innsbruck Architektur studiert. Interdisziplinär zu seinem abgeschlossenen Architekturstudium befasste er sich mit bildender Kunst und Kunstgeschichte.

Jan Böhmer (1990) ist ein österreichischer Künstler aus der Weststeiermark. Seine Arbeiten sind dynamisch, neu und nonkonformistisch. Als Atelier dienen Räumlichkeiten eines ehemaligen Bestattungsinstituts.

In ihrem Spiel mit der Wirklichkeit nähert sich MUTA NATUR der Polarität von Natur und Kultur, ohne eine Antwort zu erzwingen. Weder wird behauptet, dass eine unberührte Natur unmöglich zu beweisen.

Due to the fusion of digital life with the physical they have become part of our lived reality. The inability of consciousness to distinguish reality from a simulation of reality is addressed through artistic positions.

Statement: Toni Faber, Dompfarrer St. Stephan. Nicht nur im Stephansdom, sondern auch rund um das Wiener Wahrzeichen lässt sich neben religiösen/sakralen Bildern auch zeitgenössische Kunst finden.

Feels so warm that you can walk around with your transition jacket. We are invited by the artist Nives Widauer to her studio, and I arrive there with Cornelius, who backs me up in documenting this conversation.

Kim Dorland pushes the boundaries of painted representation through an exploration of memory, material, nostalgia, identity and place. Drawing heavily from the Canadian landscape.

Sich die Hände zu reichen, zeugt vom Entstehen eines Miteinanders, das sich nicht im Satz »ich bin bei dir« auflöst, stattdessen ein Mehr suggeriert. Dieser Akt ruft ein solidarisches Wir hervor (raise).

In Impuzzibil, there are these bodies struggling and folding and stretching in stacked boxes. They didn’t disappear but they’re not fully there either. And there is no magician present to help out.

From one art fair to the next, from Vienna to Milan. Therefore, the impressions of the second edition of SPARK reach the reader a little late. I deliberately visited the site of the art fair three times.

Faye Wei Wei’s paintings feel like they are wearing lingerie, draped in a body of delicate sensuous marks. The colors, often posed against a white background of exposed untouched canvas, are transparent and fleeting.

A dominating motive theme in her work is using the unexpected to create tension. Playing with the viewers expectations, she broaches the issue of moments paired with distorted items of her imagination.

Mela Diamant zeigt in ihren Arbeiten märchenhaft und modern schwere Geschichte und luftigen Tod, Jahrtausende entfernt und doch ganz nah und heute. Man sieht Frohsinn und Leichtigkeit.

A Coloured Story, a solo exhibition, by painter Idowu Oluwaseun explores Black intimacy across a spectrum of skin colours. In our ongoing racialized modernity, the taboo or the stigmata of being in possession of more or less melanin shows up in the pervasiveness of colorism—an inheritance of the violence of slavery and colonialism—that continues to organize intraracial sociality today.

The classic 90s anime franchise Evangelion proposes a theory where humanity can overcome its bodily boundaries and unite their souls as one, brought onwards by mankind, a forced step in evolution.

Ein Zauberwort * aus dem Lateinischen, auf Deutsch „ich werde verwandelt werden“, das paradoxerweise nichts in etwas verwandelt, sondern nur auf die Zeitlichkeit des Vorganges an sich verweist.

Julian Heuser arbeitet in Frankfurt am Main, schloss 2009 ein Architekturstudium ab und arbeitete danach als Assistenz bei Tobias Rehberger. Später studierte er in Offenbach und Salzburg.

The bookshelf is much more than just an item of furniture, which serves to store all kinds of objects. Often objects accompany us for years and show our personality. What is on your bookshelf?