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florian donnerstag

Seit 2017 studiert er in der Klasse von Prof. Markus Oehlen an der Akademie der Bildenden Künste München Malerei, und Grafik. In seiner Malerei finden sich narrative Fragmente, die ein Spiegelbild unserer verunsicherten Zeit aufzeigen. Dabei beschäftigt den Künstler die Ambivalenz zwischen Gestalt und Gestaltung.

florian donnerstag

Woher nimmst du deine Inspiration?
Ich versuche jeden Tag mindestens eine halbwegs passable Zeichnung zu machen. Oft sind diese dann Ausgangspunkt für meine Malerei. Ich glaube generell nicht an sowas romantisches wie Inspiration, ich arbeite viel mehr wie ein Handwerker meine Tasks ab, und versuche aus jedem mindset etwas abzugewinnen bzw. abzuschöpfen. Ich bin oft von banalen und alltäglichen Dingen, Orten oder Situationen begeistert. Es reicht oft auch eine Insta Story, ein Screenshot, Musik oder irgendwas aus den Nachrichten. Ich versuche da wenig Hierarchien zu verfolgen und eine gewisse Stimmung einzufangen. Am Ende ist die Inspiration oder das Thema für mich nicht der erste Impuls auf das ich in meiner Malerei reagieren muss, sonder eher eine mechanische Beanspruchung.

Um was geht es in deinem Werk?
Ich versuche durch das Gegenseite ausspielen gewisser Techniken und Grundthemen wie Unruhe, Drama und Humor, mit Brüchen und Asymmetrien ein Gleichgewicht entstehen zu lassen– sowohl inhaltlich als auch malerisch. Wobei dieses Gleichgewicht für mich fast immer in einer Fragestellung endet. Ähnlich einer Nachrichtenflut die man nicht mehr genau definieren kann, weil vieles Gleichzeitig und viel zu schnell passiert, reihe ich oft einzelne Motive auf der Leinwand aneinander, ohne eine konkrete Leserichtung vorzugeben. Diese Beschleunigung, Sinneseindrücke und Bildfragmente werden miteinander verwoben und zu komplexen Bildwelten, in denen man nach einem narrativen Zusammenhang sucht. Ich versuche eine Dynamik und Spannung zu erzeugen und möchte gerne die Betrachter herausfordern und manchmal verunsichern. Zweiteres wird in unserer Gesellschaft wohl immer schwieriger, weil der Toleranzpegel mittlerweile schon sehr hoch ist.

Dein Leben ohne Kunst wäre…
Für mich hält das produzieren und konsumieren von Kunst alles zusammen. In der Schublade „Kunst“ ist bei mir sehr viel Platz, daher wär ein Leben ohne Kunst für mich sinnlos und das langweiligste überhaupt.

Wie ordnest du deine Kunst ein?
Its a Trip

Was ist das Schönste in deinem Beruf?
Die Momente unterm Malprozess, wenn man so schnell zwischen Raserei und Frustration wechselt, wenn man zwischen den Welten steht, und die Zeit verfliegt und es zum Schluss funktioniert. Ich denke wenn man sich einmal entschieden hat Maler zu sein, gibt es nichts schöneres als sich von Bild zu Bild zu malen und sich darin komplett zu verlieren. Als Künstler zu arbeiten ist das Privileg der maximalen Freiheit die ich mir vorstellen kann.

Florian Donnerstag
Künstler. Florian Donnerstag

Was machst du wenn du nicht Arbeitest?
Hast du ein Hobby zum Ausgleich? Ich bin ein Landbursche, und habe Glück eine Scheune am Mondsee als Atelier zu nutzen. Dort wird im Sommer meistens gekocht und Tischtennis gespielt mit Freunden. Kochen generell ist für mich ein grosses Thema. Sonst gerne Bergsteigen und im Winter Skifahren.

Ist in nächster Zeit eine Ausstellung geplant?
Im September hab ich eine Ausstellung in der Akademie Galerie in München, mit dem Thema „Flatland 2.0“. Dort zeig ich voraussichtlich viele Zeichnungen. Und eine großformatige Leinwandarbeit. Eröffnung: ist am 26.09.2022 und freu mich sehr über Besuch. Ausstellungsdauer: 27.09. – 06.10.2022. Ansonsten wird es noch eine Ausstellung zusammen mit der Malerinnengruppe Malso13 geben.

Florian Donnerstag – www.instagram.com/floriandonnerstag/

Jan Böhmer (1990) ist ein österreichischer Künstler aus der Weststeiermark. Seine Arbeiten sind dynamisch, neu und nonkonformistisch. Als Atelier dienen Räumlichkeiten eines ehemaligen Bestattungsinstituts.

In ihrem Spiel mit der Wirklichkeit nähert sich MUTA NATUR der Polarität von Natur und Kultur, ohne eine Antwort zu erzwingen. Weder wird behauptet, dass eine unberührte Natur unmöglich zu beweisen.

Due to the fusion of digital life with the physical they have become part of our lived reality. The inability of consciousness to distinguish reality from a simulation of reality is addressed through artistic positions.

Statement: Toni Faber, Dompfarrer St. Stephan. Nicht nur im Stephansdom, sondern auch rund um das Wiener Wahrzeichen lässt sich neben religiösen/sakralen Bildern auch zeitgenössische Kunst finden.

Feels so warm that you can walk around with your transition jacket. We are invited by the artist Nives Widauer to her studio, and I arrive there with Cornelius, who backs me up in documenting this conversation.

Kim Dorland pushes the boundaries of painted representation through an exploration of memory, material, nostalgia, identity and place. Drawing heavily from the Canadian landscape.

Sich die Hände zu reichen, zeugt vom Entstehen eines Miteinanders, das sich nicht im Satz »ich bin bei dir« auflöst, stattdessen ein Mehr suggeriert. Dieser Akt ruft ein solidarisches Wir hervor (raise).

In Impuzzibil, there are these bodies struggling and folding and stretching in stacked boxes. They didn’t disappear but they’re not fully there either. And there is no magician present to help out.

From one art fair to the next, from Vienna to Milan. Therefore, the impressions of the second edition of SPARK reach the reader a little late. I deliberately visited the site of the art fair three times.

Faye Wei Wei’s paintings feel like they are wearing lingerie, draped in a body of delicate sensuous marks. The colors, often posed against a white background of exposed untouched canvas, are transparent and fleeting.

A dominating motive theme in her work is using the unexpected to create tension. Playing with the viewers expectations, she broaches the issue of moments paired with distorted items of her imagination.

Mela Diamant zeigt in ihren Arbeiten märchenhaft und modern schwere Geschichte und luftigen Tod, Jahrtausende entfernt und doch ganz nah und heute. Man sieht Frohsinn und Leichtigkeit.

A Coloured Story, a solo exhibition, by painter Idowu Oluwaseun explores Black intimacy across a spectrum of skin colours. In our ongoing racialized modernity, the taboo or the stigmata of being in possession of more or less melanin shows up in the pervasiveness of colorism—an inheritance of the violence of slavery and colonialism—that continues to organize intraracial sociality today.

The classic 90s anime franchise Evangelion proposes a theory where humanity can overcome its bodily boundaries and unite their souls as one, brought onwards by mankind, a forced step in evolution.

Ein Zauberwort * aus dem Lateinischen, auf Deutsch „ich werde verwandelt werden“, das paradoxerweise nichts in etwas verwandelt, sondern nur auf die Zeitlichkeit des Vorganges an sich verweist.

Julian Heuser arbeitet in Frankfurt am Main, schloss 2009 ein Architekturstudium ab und arbeitete danach als Assistenz bei Tobias Rehberger. Später studierte er in Offenbach und Salzburg.

The bookshelf is much more than just an item of furniture, which serves to store all kinds of objects. Often objects accompany us for years and show our personality. What is on your bookshelf?

Auf ihrem Desktop liegen tausend Sachen. An die Wände in ihrem Studio klebt sie Gedanken, Skizzen und Bilder. Im Dezember vor ein paar Jahren reist sie von der Adriaküste nach Wien.

In der kommenden Ausstellung zeigt Martin Veigl seine neue Werkserie. Veigl bedient sich romantischer Alltagsfragmente und kombiniert diese mit freier, gestischer Malerei zu neuen Bildwelten.