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Seine Farbfotografien stellt er den Schwarzweißfotografien des bereits verstorbenen Agraringenieurs Armin Kniely gegenüber und konfrontiert den Betrachter so mit zwei gegensätzlichen Szenarien, zwischen denen bis zu sechzig Jahre liegen. Die Doppelbödigkeit der entstehenden Pendants führt bisweilen zu ungläubigem Kopfschütteln: Heute blüht in den Alpen nicht mehr der Enzian, sondern der Massentourismus, und die Kühe sind aus lila Plastik. Nicht Heuballen, sondern Golftrolleys werden im Konvoi über die Wiesen gezogen. Treffend analysiert Hechenblaikner die Umfunktionierung einer agrarwirtschaftlichen Nutzlandschaft in eine benutzte Freizeitlandschaft – und hält damit unserer Gesellschaft einen Spiegel vor.

Biografie: Lois Hechenblaikner, geboren 1958, ist im Tiroler Alpbachtal aufgewachsen. Nachdem er fast zwei Jahrzehnte lang in vielen Ländern Asiens als Reisefotograf tätig war, setzt er sich seit den 1990er Jahren mit dem tourismusbedingten Wandel seiner Heimat auseinander. Hechenblaikners Arbeiten waren in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen, zuletzt 2018 im Fotografie Forum Frankfurt und im Kunsthaus Nexus in Saalfelden.

Lois Hechenblaikner – Hinter den Bergen published by Steidl www.steidl.de
Auflage 06/2019, 1. Auflage 04/2015
Buchgestaltung: Duncan Whyte, Gerhard Steidl, Lois Hechenblaikner
144 Seiten
19.5 x 14.2 cm Hardcover in einer Hülle
ISBN 978-3-86930-737-4

Published by Steidl www.steidl.de

In ihren aktuellen Arbeiten beschäftigt sich Ernst Lima mit der Digitalisierung des analogen Bildes und den Schnittstellen zwischen physischer Bearbeitung, durch Berührung des Bildträgers und deren Entfremdung durch die digitale Oberfläche. 

In ihrer Arbeit „Ich seh, ich seh etwas, was du nicht siehst“ nähert sich Natali Glišić an eine sinnesübergreifende Wahrnehmung an. Die Farbfotografien sind ein Ausschnitt einer größer angelegten Serie.

Tell me, how was your day? Fragments of a trapped soul is a daily serie of small format photos (instax mini fujifilm) which documents and portraits my relationship with my home during the isolation days.

Elodie Grethen offers a contemporary portrayal of activists, artists and people who, through their sexual orientation or gender identity, question the traditional patterns of gender distribution in the post-war society.

Nina ist die Gründerin des Wiener Labels “studio terrible” und dem Magazin “terrible magazine”, welche sich beide der Nachhaltigkeit widmen. Eigentlich arbeite sie in einem komplett anderen Bereich.

Katy Hundertmark is an artist and editor based in Amsterdam. For her photographic series ‘Studies in Gravitation’ she returned to her family’s disused farm estate in the German countryside to reassemble tools.

Schatten spielen Musik. Manchmal tanzen sie auch. Zu Mittag sind sie kurz, am Abend sind sie lang. In der Nacht können sie sogar unheimlich werden. Schatten sind zwei Brüder.