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A sagt, dass von ihm im Text eine gewisse Aura verbleibt. Ihm selbst bleiben allerlei Überlegungen in Erinnerung an Wörter, die er gewählt oder nicht gewählt hat, um dem Autor, den Charakteren und den Leser:innen gerecht zu werden. 

Nun, wie ist das bei mir? Was bleibt, nachdem ich einen Text verfasst habe? Vor leuchtenden Bildschirmen lest ihr Frage-Antwort-Frage-Antwort, und vermutlich wisst ihr gar nicht, wer die Fragende ist. Ihr lest die Fragen, die doch so einfach wirken, und ihr seid verwundert, dass die Künstler:innen sich so bereitwillig offenbaren. Vieles jedoch passiert hinter den Kulissen. Bei jedem Interview versuche ich ein gemeinsames Setting zu gestalten. Ich erzähle im Laufe des Gespräches auch, wo ich mich gerade befinde, und teile meine Erfahrungen und Inspirationen, die ich aus der Kunstwelt, aber auch aus dem Leben schöpfe. Es ist niemals ein Nehmen, ohne auch zu geben. 

Für jedes Interview gibt es ein ganzes Archiv, das dann nicht Teil der Publikation wird: Notizen, Screenshots, A4-Prints von Kunstwerken, von den Orten, an denen die Künstler:innen leben, manchmal auch von Plätzen, die im Gespräch erwähnt wurden, oder von Orten, an denen Kunstmaterialen gekauft werden. Auch über die griechische Marmorindustrie habe ich im Zuge einer Korrespondenz einmal recherchiert. All dies bildet mein Moodboard für die jeweilige Erzählung.

Für jedes Interview finde ich spezifische Rituale, die ich nie bewusst auswähle, sondern die eher intuitiv passieren, um mich der interviewten Person nahe zu fühlen. Und das wiederholt und wiederholt sich bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Interview das Licht der Öffentlichkeit erblickt. Und danach? Dann ist es Zeit, sich vom Text zu verabschieden, wie es Jean Bendetti passend formuliert: »(…) mit jedem neuen Stück und jeder neuen Rolle beginnt der Prozess von neuem«. 

Link zur Sonderausgabe »Ko-Kreation«


Erka Shalari ist eine in Wien wohnhafte Autorin, die sich mit Kunst befasst. Sie wurde 1988 in Tirana geboren, wo sie ihr Studium der Wirtschaftspsychologie an der Staatlichen Universität Tirana abschloss. Später absolvierte sie ein postgraduales Studium in Wien im Fach Kultur-Management an der MDW. Zusätzlich absolvierte sie zahlreiche Fortbildungen in den Bereichen kritisches Schreiben, Publizieren und Kuratorenwesen. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich einerseits auf die Entdeckung internationaler junger und aufstrebender Künstler:innen, andererseits mit ungewöhnlichen Ausstellungsräumen, Non-Spaces und Galerien. Sie ist seit 2020 Redakteurin bei LNR.

Die Artist Robe entstand aus einer Zusammenarbeit des Verlag für moderne Kunst mit Michaela Putz. Der Kunstdruck auf gewebter Viskose entlehnt seine Bildwelt der gleichnamigen Werkserie.

»Gefährliche Verben und die Hunde der Nachbarn«. Verben, die mit k und o beginnen, können gefährlich werden. Konfrontieren, kopulieren, konsultieren, kontaktieren, korrespondieren, kooperieren.

Alles begann mit einem Déjà-vu während einer Ausstellung von Josef Dabernig. Seine Installation in den weißen Räumen des Museums hinterließen bei Amanda Jahn einen derart starken Eindruck.

»Wonderland« – unter diesem Titel lädt Jari Genser im Rahmen des Gallery Statements der Galerie 422 ein, in seine Bild-im-Bild-Welten einzutauchen und als immersive Erfahrung zu erleben.

Grègór Belibi Minya was born in France to parents of Hungarian and Cameroonian origin. He is a painter and composer. Grègór’s work is a mesmerizing exploration of the connection between music and visual art.

Lauren Nickou ist eine amerikanische Künstlerin. Die Neugestaltung der Landschaftsmalerei in der heutigen Zeit veranlasst junge Künstler zu einer komplexen ökologischen Diskussion.

In the work Nowhere to Sit three pigment prints are layered on top of each other. Cut out shapes of what appeared to be chairs are superimposed, leaving behind evidence of the juxtaposition of its layers.

Luis Zimmermann, geboren 1998 in Aachen, ist Meisterschüler bei Thomas Grünfeld an der Kunstakademie Düsseldorf. Zur Zeit studiert er bei Daniel Richter an der Akademie der Künste in Wien.

For the exhibition Present Perfect Progressive Sascha (At)Huth and Susann Rezniczek temporarily joined forces to unite their artistic visions under the label AnexPTG. We talked about their visions.

Im LNR-Raum präsentieren wir in diesem Jahr die Ausstellung: »Ergebnis einer Addition. Wenn Kunstwerke eins werden«, in der die Arbeiten durch Künstler:innen in Ko-Kreation entstanden sind.

From the exel list to the written correspondence. I have always been fascinated by all that inhabits her paintings. Now, after receiving her portfolio, I have all the time of the world to gaze at her work.

Collecting privately as a group is a unique case. Get to know the history of Underdog Collection and their way of building a collection which embodies a truly eclectic perspective on contemporary art.

Yesterday, we had the opportunity to check our room at PARALLEL VIENNA 2023, held at Otto Wagner Areal. Additionally, I captured a few snapshots of Pavilion 16. Here are a few impressions.